Rückenwind 03/2019

16 FAHRRADDIEBSTAHL Später stellte sich heraus, dass das Rad offenbar in einem Schiffscontainer auf Hoher See unter- wegs war – und in Südafrika wieder auftauchte. Und wie sinnvoll sind GPS-Sender? Derzeit gibt es nur wenige teure Fahrradmodelle, insbesondere bei Pedelecs, bei denen der GPS-Sender schon se- rienmäßig, beispielsweise im Tretlager und damit kaum erreichbar, eingebaut ist und mit Strom des Pedelec-Akkus versorgt wird. Bei solchen Modellen lässt sich das Rad sogar am heimischen Computer finden und konfigurieren. So kann der Besitzer Elektroantrieb und Akku blockieren. Deutlich günstiger sind nachrüstbare GPS- Tracker, die sich mit einer App verbinden lassen und Signale geben, sobald das Rad un- befugt bewegt wird. So hat man die Chance, den Dieb noch auf frischer Tat zu ertappen oder zu verfolgen. Auch die Zwischenlagerung lässt sich durch das GPS-Signal aufspüren. Manche dieser GPS-Diebstahlsysteme werden unauffällig in die Lichtanlage eingebaut und durch den Dynamo mit Strom versorgt. Andere Systeme haben einen integrierten Akku und werden im Sattelrohr, unter dem Sattel oder an anderer Stelle wie im Fahrradkorb oder auf Reisen im Gepäck versteckt. Die Kosten hochwertiger GPS-Tracker wie das System von Velocate, das in einem gängigen Rücklicht eingebaut ist, liegen bei rund 150 Euro inklu- sive SIM-Karte. Tracker ohne SIM-Karte sind im Internet schon für 40 Euro zu haben. Sie können aber selbstständig keine Warnung oder Positionsdaten aufs Handy schicken, sind also als Diebstahlschutz nicht geeignet. Für die SIM-Karte fallen niedrige monatliche Kosten an, meist wenige Euro. Manche Hersteller bie- ten auch Servicepauschalen an. Die Geräte mit SIM-Karte können per Smartphone oder PC angewählt werden, um zum Beispiel aktuelle Koordinaten zu empfangen, einen Google-Link mit dem Standort des Fahrrades oder die vom Dieb gefahrene Strecke. Aktuelle Tests von GPS-Trackern befinden sich aktuell im Webangebot von stern.de und autobild.de. Und natürlich gibt es die gute Fachberatung im Fachhandel, insbesondere bei unseren Fördermitgliedern. Axel Mörer Foto: BikeLogger Per App lässt sich ein Fahrrad orten, das mit einem GPS-Tracker und SIM-Karte ausgestattet ist. Die App schlägt sofort Alarm, wenn das abgestellte Fahrrad bewegt wird. So hat man eine Chance, den Täter zu erwischen. Der Hersteller Velocate setzt die GPS-Tracker in seri- enmäßige Rücklichter ein. Foto: Velocate

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