Rückenwind 03/2019

19 FAHRRADDIEBSTAHL Beratungsständen bei vielen Veranstaltun- gen präsent und informiert über die Risi- ken des Fahrraddiebstahles. Wer sind die Täter? Neben ortsansässigen Tätern sind auch über- regional und international agierende Täter- gruppen unterwegs. Sie schaffen die hier ge- stohlenen Räder schnellstmöglich ins Ausland. Die polizeilichen Ermittlungen zeigen leider auch, dass es die Täter zunehmend auf Einzel- teile, zum Beispiel die Akkus und Motoren von Pedelecs oder E-Bikes abgesehen haben. Diese werden vermehrt über Internetplattformen zum Verkauf angeboten und können, da sie keine Individualnummern haben, nur schwer als Diebesgut identifiziert werden. Bevor es zum Diebstahl kommt Gelegenheit macht Diebe: Langfinger steh- len keineswegs nur hochwertige und wert- volle Zweiräder. Ungesichert lädt auch ein altes Fahrrad zum Diebstahl ein. Gerade in der warmen Jahreszeit nutzen viele das Rad, zum Beispiel um ins Freibad zu fahren. Doch gerade große Abstellplätze bei Bädern oder Sport- und Freizeiteinrichtungen sind bei Fahrraddieben sehr beliebt. Aber auch Abstellorte an Schulen, Bahnhöfen und Plätzen werden von den Dieben gerne heimgesucht. Deshalb ist es wichtig, das Fahrrad immer möglichst optimal gegen Dieb- stahl zu sichern. Die wichtigsten Schutzmaßnahmen, um nicht Opfer eines Fahrraddiebstahls zu werden, müs- sen von den Radfahrerinnen und Radfahrern selbst getroffen werden. Diese umfassen insbe- sondere eine sensible, umsichtige Auswahl des Abstellorts und natürlich die richtige Schloss- wahl. Notieren Sie sich alle wichtigen Fahrraddaten wie Rahmennummer, Marke und Typ, Farbe oder Besonderheiten Ihres Rades und machen Sie Fotos. Stellen Sie Fahrräder an gut einseh- baren, belebten Orten ab und sichern Sie Ihr Rad. Diebe arbeiten am liebsten unbeobachtet. Wenn es bewachte Abstellplätze gibt, nutzen Sie diese. Lassen Sie ihr Rad nachts nicht im Dunkeln auf einsamen Wegen und Plätzen stehen. Fahrradschlösser Ein geübter Täter knackt ein einfaches Schloss in wenigen Sekunden. Mit wirksamen Siche- rungen macht man ihm das Leben schwer, denn er steht unter Zeitdruck. Je länger er für das Aufbrechen des Schlosses braucht, desto höher wird das Risiko, entdeckt zu werden. Entscheiden Sie sich daher für hochwertige Schlösser, zum Beispiel für solche, die von der VdS Schadenverhütung zertifiziert wur- den. In den Tests werden die Schlösser auf ihre Funktionssicherheit, Zuverlässigkeit und Witterungsbeständigkeit geprüft. Für Fahrrä- der empfiehlt der VdS Schlösser der Klasse A. Produkte, die mit dem Zusatzzeichen „+“ ge- kennzeichnet sind (z.B. Klasse A+), eignen sich zum Anschluss des Fahrrades zum Beispiel an ein Geländer oder einen Fahrradständer. Neu hinzugekommen ist die Klasse N für den Schutz von Neurädern im mittleren Preissegment, die deutlich mehr Schutz als viele ungeprüfte Schlösser bietet. Ein Spiralschloss ist für einen geübten Fahrraddieb kein Hindernis.

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