Rückenwind 03/2019

42 VERKEHRSPOLITIK Dank des NRW-Förderprogramms „Emis- sionsfreie Innenstadt“ tut sich einiges in Bonn: Auf beiden Rheinseiten werden die Radwege in der Rheinaue verbreitert und besser beleuchtet, die Radpendler- route von Bornheim über Alfter nach Bonn bekommt neuen Schub, 36 Mobil- stationen im Stadtgebiet werden entste- hen (mit unterschiedlich umfangreichen Elementen für Fahrräder). Auch Ladestationen für E-Autos und die An- schaffung für 17 Elektroautos für den städti- schen Fuhrpark fallen unter dieses Programm, ebenso die Personalaufstockung zur Umset- zung der Vorhaben. Und schnell muss es gehen Nach längerer Vorlaufzeit ist zuletzt alles sehr schnell gegangen und es muss auch weiter schnell gehen. Erst am 28.3.2019 hatte der Rat abschließend dem Programm zugestimmt und schon am nächsten Tag (Annahmeschluss war Ende März) wurden die Förderanträge beim Land NRW eingereicht. Innerhalb von 36 Mo- Es tut sich was in Bonn Auch der Radverkehr profitiert von NRW-Förderprogramm naten (Fertigstellung also noch 2022) müssen die Vorhaben umgesetzt sein, damit die Förder- mittel nicht verfallen – ein sportliches  Unter- fangen. Wir gratulieren der Stadtverwaltung zu diesem Etappensieg und drücken die Daumen für die Umsetzungsphase. Radwegeausbau Zur Förderung des Radverkehrs werden ein- zelne bereits bestehende Radwege erneuert bzw. verbreitert und besser ausgestattet, zum Beispiel mit Beleuchtung. Konkret geht es dabei um den Ausbau des linksrheinischen Rheinauen-Radwegs auf einer Länge von 3,5 Kilometern. Hier soll der Radweg in wesent- lichen Abschnitten auf bis zu vier Meter ver- breitert werden. Auf Beueler Seite wird der Rheinauen-Radweg auf drei Meter verbreitert und damit auf einer Länge von 1,75 Kilometern als rechtsrheinische Radschnellroute ausge- baut. Die fehlende Beleuchtung wird nach- gerüstet. Eine seit langem erhobene ADFC- Forderung mit Blick auf diese sowohl für den Tourismus als auch für Alltagsradler bedeutsa- men Verbindungen wird damit umgesetzt. Für den weiteren – schon seit Jah- ren abschnittsweise und schlep- pend verlaufenden – Ausbau der Radpendlerroute Bornheim – Alf- ter – Bonn stehen jetzt zusätzli- che Finanzmittel zur Verfügung. Ermöglicht wird dadurch z.B. der Bau einer Brücke zur kreu- zungsfreien Querung der Straße „Am Probsthof“ zwischen Tan- nenbusch und Hauptbahnhof. Die Maßnahmen für diesen Radroute- nausbau kosten insgesamt mehr als sechs Millionen Euro, von denen voraussichtlich 90 Prozent vom Land übernommen werden. Bei mehr Verkehr wird es für Pendler und Freizeitradler auf den Rad- wegen in den Rheinauen, vor allem wenn auch noch Radtouristen mit Gepäck unterwegs sind. Foto: Werner Böttcher

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