Rückenwind 03/2020

42 VERKEHRSPOLITIK Lange wurde sie erwartet. Doch bis zur Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt ließ sich das Bundesverkehrsministeri- um ordentlich Zeit. Seit Ende April ist die Neufassung der Straßenverkehrsord- nung (StVO) nun in Kraft. Erhöhte Bußgelder, Park- und Halteverbote, Schrittgeschwindigkeit für rechtsabbiegende Lkw,neue Schilder speziell für Radfahrer*innen, wer alle Änderungen im Detail nachlesen will, findet Infos auf allerhand Nachrichtenportalen und Webseiten: ADFC, BMVI, DVR … Klares Lob aus Sicht der Radfahrenden, denn die neue StVO enthält zahlreiche Verbesserun- gen. Auch wenn längst nicht alle Forderungen, wie sie der ADFC in seinem „Gute-Straßen- für-alle-Gesetz“ vorgeschlagen hatte, aufge- Neue Straßenverkehrsordnung in Kraft Nun heißt es aber auch, die Verbesserungen umzusetzen nommen wurden, zahlreiche ab jetzt geltende Bestimmungen haben Radfahrerinnen und Radfahrer seit Jahren gefordert. Lob auch von der Polizei. Polizeioberrätin Gabriele Mälchers, Leiterin der Direktion Verkehr im Bonner Polizeiprä- sidium: „Die Novelle der Straßenverkehrsord- nung ist gut und wichtig, insbesondere die Änderungen, die die Radfahrenden betreffen. Die Polizei Bonn hat sich bereits seit Jahren für die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern beim Überholen von Radfahrenden eingesetzt. Bei einer gemeinsamen Aktion mit dem ADFC Bonn/Rhein-Sieg wurden im April 2018 Aufkleber auf insgesamt 85 Streifenwagen aufgebracht, die auf die Notwendigkeit dieses Abstandes beim Überholvorgang aufmerksam machen. Die Sicherheit der schwächeren Ver- kehrsteilnehmer, zu denen neben den Fußgän- gern natürlich auch die Radfahrenden zählen, ist uns ein besonderes Anliegen, nach dem wir die Verkehrssicherheitsarbeit unserer Behörde auch zukünftig ausrichten werden.“ Die Franzosen werben seit Jahren auch auf Schildern und auf sympathische Art für den Mindestabstand. Fotos: Bernhard Meier

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