Rückenwind 03/2020

43 VERKEHRSPOLITIK Wie geht‘s weiter? Die neue StVO gilt, aber bis sie in allen Köpfen angekommen ist, dürfte es noch ein langer Weg sein. Jedenfalls sind augenschein- lich die Abstands-Minimalisten am Steuer der überholenden Kfz noch in der Überzahl. Und die neuen Beschilderungsmöglichkei- ten dürften noch etwas auf sich warten lassen. Bei der Bonner Polizei gibt es bis- lang keine besondere technische Ausrüstung, um die Einhaltung des Mindestabstands zu überwa- chen. Für die Überwachung muss die Wahrnehmung der Beamten reichen. Vor Gericht wird dann die Aussage als Personalbeweis ge- wertet. Auch im nordrhein-west- fälischen Innenministerium sind keine Kameras oder andere stan- dardisierte Messverfahren für die Überwachung des Abstands zwi- schen Kfz und Radfahrenden be- kannt. Eine Beschaffung sei auch nicht vorgesehen, heißt es dort auf Anfrage. Ihre Vorschläge Der ADFC Bonn/Rhein-Sieg sam- melt Vorschläge, wo und wie die neuen Regelungen für Radfah- rende umgesetzt werden können. Wer, wenn nicht die Radler*innen selber, wüssten am besten, wo ein Schild fehlt oder wo kontrolliert werden sollte. Helfen Sie uns und schicken Sie uns Ihre Vorschläge, am besten mit Foto und genauer Standortangabe per Mail an info@adfc-bonn.de . Bernhard Meier In der Frankfurter Straße in Hennef ist Überholen mit vorgeschriebe- nem Abstand nicht mehr möglich. Ein Schild könnte nicht schaden. 40 Autoparkplätze, aber kein Lastenfahrradparkplatz in diesem Abschnitt der Hans-Böckler-Straße in Beuel Hier könnte doch ein grüner Pfeil für Räder hin: Ecke Siegburger Straße/Pützchens Chaussee in Beuel

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