Rückenwind 03/2020

6 THEMA VERKEHRSPOLITIK Die Forderung nach einem Radschnellweg entlang der Autobahn A565 (Tausendfüß- ler) quer durch Bonn entwickelt sich zu einem politischen Machtkampf. Während der Bundestag beschlossen hat, dass ent- lang von Autobahnbrücken Radverkehr ermöglicht werden soll, scheut die Bon- ner Stadtverwaltung die Auseinanderset- zung mit Verkehrsminister Wüst. Der Bonner Stadtrat, der am 7. Mai coronabe- dingt nur in der Zusammensetzung des Haupt- ausschusses tagte, strich auf Antrag der Koali- tion aus CDU, Bündnis 90/Grüne und FDP das Thema Radschnellweg Tausendfüßler von der Tagesordnung. Die Absetzung war zu erwarten, denn eine Einigung der drei Koalitionäre war nicht in Sicht. So besteht der einstimmige Be- schluss des Bonner Rates vom Juni 2018 zum Bau des Radschnellwegs auf der Trasse des Tausendfüßlers immerhin weiter. Stadt Bonn knickt ein Der Vorschlag der Verwaltung, auf die auto- bahnparallele Streckenführung zu verzichten und nach einer alternativen Trasse zu suchen, steht damit aber ebenfalls weiter im Raum. In einem persönlichen Gespräch von Oberbürger- meister Ashok Sridharan, Bonns Stadtbaurat Helmut Wiesner und dem Wirtschaftsförderer des Rhein-Sieg-Kreises, Hermann Tengler, im Dezember 2019 hatte NRW-Verkehrsminister Radschnellweg: Hängepartie geht weiter ADFC: Wir werden uns nicht mit Sonntagsreden abspeisen lassen Der Tausendfüßler vom Endenicher Ei in Richtung Ausfahrt Tannenbusch und Autobahnkreuz Bonn-Nord. Links neben der A565 liegt der Uni-Campus Bonn-Endenich. Foto: Straßen.NRW

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