Rückenwind 02/2026

42 Die Mailkorrespondenz des ADFC mit dem Bonner Tiefbauamt zur Adenauerallee ist lang. Nicht wegen der aus unserer Sicht sehr guten neuen Spuraufteilung zwischen Bundeskanzlerplatz und Koblenzer Tor, sondern wegen des ausgesparten Abschnitts zwischen Justizministerium und Bundesrechnungshof. Dort entsteht in Fahrtrichtung Norden das neue Bundesamt für Justiz. An der Baustelle zwischen den Hausnummern 91-97 gibt es auf rund 200 Meter einen Engpass für alle Verkehrsteilnehmer: Die Verkehrsführung dort ist maximal optimal auf die Bedienung der Baustelle ausgerichtet. Lkw können zur Anlieferung fast den kompletten ersten Fahrstreifen nutzen. Der Fußweg ist mit einem Container für das Baubüro und Containern für Baustellenabfälle vollgestellt. Bereits im September hatte uns das Presseamt der Stadt mitgeteilt: „Es handelt sich um eine genehmigte Sondernutzung im Zusammenhang mit dem Neubau eines Bürogebäudes. Bauherr ist das Bundesamt für Justiz. Die Genehmigung wurde für den Zeitraum 17.02.2025 – 16.07.2027 erteilt. Beschildert ist ein Fußweg mit dem Zusatz „Radfahrer frei“ mit einer lichten Breite von 1,50 m. Da keine Benutzungspflicht besteht, können Fahrradfahrer optional die Fahrbahn nutzen. Die Größe der Fläche ergibt sich aus logistischen Anforderungen der Baustelle.“ Glauben ist schön, Nachmessen ist besser Dass der nach unseren Messungen eher knapp 1,40 m breite Gehweg (Radfahrer frei) für Begegnungen zwischen Radfahrenden und Fußgängern, für Rollstühle, Lastenräder, Anhänger Der Zollstock lügt nicht. Fast alle Fotos : Bernhard Meier Ohne „Radfahrer frei“ müssen Radler auf die Straße ausweichen, jedoch zu gefährlich ohne Überholverbot für Autos. Der Schuss ging nach hinten los „Radfahrer frei“ wurde hier entfernt, somit ist Radfahren jetzt verboten. Aber hier müsste das Überholverbot für Autos hin, sonst ist das Radfahren zu gefährlich.

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