81 schaltete, und dann den Anforderungstaster drückte, erhielt man erst Grün bei der nächsten Ampelphase. Man musste somit bei Wind und Wetter einen kompletten Ampelumlauf und damit über eine Minute warten, bevor man weiterfahren konnte, während der parallele Autoverkehr sofort losfuhr. Nun kann auch der Fuß- und Radverkehr sofort mit den Autos die Straße kreuzen, weil die Ampel automatisch ohne Anforderung auf Grün schaltet. Dies steigert spürbar die Attraktivität von Radwegeverbindungen, die über diese Ampelkreuzungen führen. Zu diesen Radwegeverbindungen zählt die Radpendlerroute Rheinbach-Swisttal-Alfter-Bonn und in Rheinbach die ausgewiesenen Radverkehrsanbindungen von Flerzheim, Ramershoven und Peppenhoven. Wir danken der Stadt Rheinbach als Straßenverkehrsbehörde, die die veränderte Ampelschaltung verkehrsrechtlich angeordnet hat und dem Landesstraßenbetrieb Straßen.NRW als Betreiber der Ampeln für die Umsetzung. Durch diese Verbesserung werden Rad- und Fußverkehr spürbar gefördert, was auch Umwelt und Klima zu Gute kommt. Georg Wilmers Rheinbach Traurige Bilanz: Zwei tote Radfahrer in 2025 Rheinbach. Trotz deutlicher Fortschritte bei der Radverkehrsförderung (siehe Rückenwind 4-2025) gab es im letzten Jahr allein in Rheinbach zwei tote Radfahrer, beide über 80 Jahre alt. Der eine kam in der Kernstadt zu Tode, als er mit seinem Pedelec beim Auffahren auf einen benutzungspflichtigen Radweg an einer etwa 3 cm hohen Bordsteinkante ohne Fremdeinwirkung zu Fall kam. Ursprünglich kam der Radfahrer aus einer Seitenstraße, konnte aber nicht geradeaus auf den gegenüberliegenden Zweirichtungsradweg fahren, denn direkt gegenüber der Einmündung gab es keine abgesenkte Auffahrt, sondern nur einen 7 cm hohen Bordstein, der den Radweg von der AUS DEN ORTSGRUPPEN RHEINBACH Fahrbahn trennt. Daher musste er zunächst auf der Fahrbahn nach links abbiegen, um nach einigen Metern an der nächsten abgesenkten Grundstückszufahrt auf den Radweg fahren zu können. Dort wurde ihm die Auffahrt in Schräglage auf den Bordstein zum Verhängnis. Er stürzte und verletzte sich – ohne Helm! – am Kopf so schwer, dass er verstarb. Die Stadtverwaltung reagierte umgehend; bereits nach kurzer Zeit war eine Auffahrt auf den Radweg gegenüber der Einmündung ohne Stoßkante hergestellt. Diese Auffahrt kann nun problem- und gefahrlos in Geradeausfahrt von der einmündenden Straße aus genutzt werden. Der zweite Unfall, bei dem ein Radfahrer in Rheinbach 2025 getötet wurde, geschah außerorts auf einer Tempo-100-Kreisstraße an der Einmündung eines Wirtschaftsweges. Der Radfahrer befuhr den Wirtschaftsweg, der dort zur Kreisstraße hin ansteigt. Der Autofahrer befuhr die Kreisstraße nach einer Brückenquerung der A61 in einer leichten Rechtskurve bergab und stieß vorne rechts mit dem Radfahrer zusammen, der offenbar die Kreisstraße queren wollte. Die Sichtverhältnisse sind jetzt gut, nachdem Bewuchs in der Kurve entfernt wurde, wie auf dem Bild zu sehen ist. Offenbar war die Beschneidungsaktion eine Reaktion auf den tödlichen Unfall. Schade, dass an den Unfallstellen erst dann Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrs sicherheit ergriffen wurden, nachdem dort Radfahrer zu Tode kamen. Es zeigt sich, dass Verkehrssicherheit eine Daueraufgabe ist, die Erst jetzt, nachdem der Randbewuchs beseitigt wurde, ist der Autofahrer, der oben von der Brücke kommt, gut zu sehen. Foto: Georg Wilmers
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