Rückenwind 03/2026

74 TOUREN & TOURISTIK LA VÉLODYSSÉE unterbrochen von spärlich Schatten spendende Pinien. Die Fahrt Richtung Cap Ferret kann – mein Tipp – sehr flexibel gestaltet werden, da entlang der Strecke diverse Campingplätze zur Übernachtung einladen. Dies gilt im Grundsatz auch für die anderen Etappen. Wie auf einer Perlenkette reihen sich die Übernachtungsmöglichkeiten auf der La Vélodysée aneinander. Die Hauptferienzeit ausgenommen sind Reservierungen daher nicht nötig. Meine Fahrt endete an diesem Tag in L’Hopital auf dem Camping Platz Le Gurp. Noch vor Beginn der Hochsaison am 1. Juli war der Platz nur zu einem Drittel belegt. Der Weg zum Atlantik – fußläufig in 15 Minuten zu erreichen – brachte dann eine wohltuende Abkühlung in Sichtweite der ohnehin an vielen Strandabschnitten der Küste unermüdlichen Surfer-Enthusiasten von Jung und Alt, aber auch mit Blick auf alte Bunker aus dem zweiten Weltkrieg, Letzteres ein bleibender Kontrast zum friedlichen Miteinander an einem so schönen Ort in der Sommerfrische. Nach einem weiteren Tag Rast ging es am achten Tag unter ähnlichen Bedingungen wie zuvor durch die ausgedehnten Pinienwälder nach Lacanau Océan, einem auch von deutschen Touristen gerne gewählten Urlaubsort. Entsprechend frequentiert sind dort die zwei großen Campingplätze, mit allem ausgestattet bis hin zu diversen Entertainment-Angeboten für Groß und Klein. Ich war froh, tags darauf wieder alleine los zu radeln, teils in hügeligem Gebiet aber auch ohne Motorunterstützung entlang der Küste durch die Dünenlandschaft und Personenfähre brachte mich tags darauf von der Hafenstadt aus in 20 Minuten über die Gironde nach La Point de Grave und damit in die für die südfranzösische Atlantikküste charakteristische Landschaft. Die südfranzösische Atlantikküste Ich startete nach Ankunft Richtung Cap Ferret parallel zu einem alten Bahndamm, mehr und mehr übergehend auf den ausschließlich den Fußgängern und Radlern vorbehaltenen asphaltierten Wegen in den weitläufigen Dünen und Pinienwäldern. Die dem Brandschutz dienenden Waldschneisen erfahren auf diese Weise eine sinnvolle zusätzliche Nutzung und wurden entsprechend auch von Radfahrern in beide Richtungen intensiv genutzt. Gerade bei den hochsommerlichen Temperaturen über 30 Grad, wie sie während meiner Fahrt durchweg herrschten, galt es mehr noch als bei den vorherigen Etappen ausreichend Wasser mitzuführen. Die Wege liegen nämlich über weite Strecken prall in der Sonne, phasenweise Die Schwebefähre bei Rochefort Die Mühle in Jard-sur-Mer Brücke über den Fluss „La Charente“

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