Rückenwind 03/2026

76 der Hinreise die Rückfahrt per Eurostar nach Köln bzw. Alfter antrat. Mein Fazit: 75 km im Durchschnitt am Tag und insgesamt 750 km sind die Bilanz einer durchweg mit Faltrad zu bewältigen Tour auf mehrheitlich asphaltierten Wegen, größtenteils fernab vom Autoverkehr oder zumindest auf wenig befahrenen Nebenstraßen. Eine Mindestkondition vorausgesetzt lässt sich die Tour selbst nur in Teiletappen auch mit Familien bewältigen. Sicher gilt es zu berücksichtigen, dass mein Gepäck auf eine Person begrenzt und optimiert war. Als einzigen Luxus gönnte ich mir das tägliche Essen im Restaurant, die eigene Küche blieb mit Ausnahme von Espresso und Tee meist kalt. Für Gruppen kann dies auf der Fahrt anders organisiert sein, selbst mit Tourenrädern und mehr Gepäck. Das Wetter meinte es meist sehr gut mit mir, Sonne pur, wenig (Gegen)Wind. Ich war im Ganzen überrascht über die doch vergleichsweise geringe Frequentierung durch andere Tourenradler auf der La Vélodyssée im Vergleich zu anderen Fernradwegen. Angesichts teils imposanter Ausblicke, der vielfältigen, häufig wechselnden Landschaft, den unterschiedlichen Städten und Dörfern, der Freundlichkeit der begegnenden radelnden Franzosen und der Gastgeber auf den CampingPlätzen wünsche ich der La Vélodyssée ganz viele Freunde unter Radwanderern. Axel Busch Axel Busch mit seinem Brompton sätzliche Abwechslung boten auf dieser Strecke Gleitschirmflieger, die über den Dünen und entlang der Küste ihre Aufwinde suchten. Von Biscarosse aus führte die nächste Etappe nach Osten weg von der Küste um den Binnensee Etang de Biscarosse. Die Flora und Fauna am Lac d’Aureilhan mit seinem Pinienwald auf dem Weg nach Mimizan Plage am Atlantik waren mir von den vorangegangenen Abschnitten wohl vertraut. Die Tour bis nach L `Homy ließ mich wegen vereinzelter geringfügiger Steigungen wieder stärker in die Pedale treten. Der vorletzte Tages-Trip führte mich über einen wunderschönen Radweg zur Kleinstadt Léon mit täglichem Wochenmarkt und dem gleichnamigen See Richtung Moliets-et-Maa und weiter an Messanges vorbei. Nach einem Abstecher zu der dort in Strandnähe gelegenen Vogelinsel, ging es weiter durch die Hafen- und Seegemeinden Soorts-Hossegor und Capbreton auf dem abwechslungsreichen Radweg nach Plage d’Ondres. Hier ereilte mich einmal mehr der Hinweis auf fehlende Zeltabstellmöglichkeiten, ein anderer Campingplatz nahm mich hingegen auf. Derweil hatte die Hochsaison begonnen, die bis dahin üblichen 12-19 Euro pro Nacht verdoppelten sich mal einfach. Die letzte Etappe führte mich 15 km lang bis in die regionale Metropole Bayonne, wo ich mittags den TGV nach Paris und von dort wie auf TOUREN & TOURISTIK LA VÉLODYSSÉE

RkJQdWJsaXNoZXIy MTM5Mjg=