BAD AACHEN 02-2021

14 | B AD A ACHEN 02/21 PERSONALIE B AD A ACHEN : Herr Laschet, ein Virus hat die Welt und unseren Alltag in einem vor einem Jahr noch unvorstellbaren Ausmaß verändert, auch Ihre tägliche Agenda. Wie stark hat das Ihre politischen Perspektiven, Ihre Einstellung zu Bürgerrechten, zur parlamentarischen Demokratie beeinflusst? Armin Laschet: Die Coronavirus-Pandemie hat Deutschland vor die größte Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg gestellt. Jede politische Entscheidung, die getroffen werden musste, betraf direkt jeden einzelnen Menschen – diese Unmittelbarkeit von Politik ist in einer solchen Größenordnung sehr ungewöhnlich. Das führt einem die Verantwortung des politischen Amtes schon nochmal ein- dringlich vor Augen. An meiner Einstellung zu Bürgerrechten, zu Grundrechten hat das nichts verändert – meine Überzeugung der Unantastbarkeit der ersten 19 Artikel unseres Grundgesetzes war schon immer gefestigt, da gibt es nichts dran zu rütteln. Jetzt in Pandemiezeiten treffen wir aber Entscheidungen, die diese Grund- rechte einschränken. Deshalb ist es so wichtig, dass diese Ein- schränkungen zielgerichtet, wirksam und angemessen sind und sie zurückgenommen werden, sobald das Infektionsgeschehen es zulässt. B AD A ACHEN : Hat das Virus mit seiner kompromisslosen Wucht uns dramatische Versäumnisse der jüngeren Vergangenheit drastisch vor Augen geführt – etwa die seit Jahren im Vergleich zu anderen Ländern viel zu langsame Digitalisierung vor allem in Schulen, die zuweilen zu egoistische und schwerfällige Arbeitsweise des Föderalismus? Laschet: In der Geschichte waren Pandemien schon immer Kataly- satoren für negative und positive Entwicklungen in der Gesellschaft. Das Virus wirkt wie ein Brennglas, das uns unsere Defizite aufzeigt, sicherlich auch bei der Digitalisierung. Es zeigt uns aber auch, was gut läuft und wozu wir eigentlich imstande sind. Die Welle der Solidarität im Frühjahr des vergangenen Jahres hat mich tief beeindruckt. Dieser Zusammenhalt der Gesellschaft in einer solchen Ausnahmesituation macht Hoffnung. Aber auch die Tatsache, dass wir es innerhalb von zehn Monaten vom ersten Krankheitsfall bis zur Verimpfung des ersten Impfstoffes geschafft haben, zeigt, wie viel Potenzial und Stärke in unserer Wissenschafts- und Forschungsland- schaft liegt. B AD A ACHEN : Und das Gesundheitswesen? Laschet: Ohne unsere herausragende Intensivmedizin und die guten medizinischen Bedingungen im Land hätten wir die Pandemie bis- her nicht so gut bekämpfen können. Ein Infektionsgeschehen in dicht besiedelten Räumen, wie wir sie hier in Nordrhein-Westfalen haben – Metropolregionen und Ballungsräume wie das Ruhrgebiet etwa –, ist eine besondere Herausforderung. Mit einem starken Netz aus Forschung und Praxis kann solchen Herausforderungen entschlossen entgegnet werden – und dieses Netz haben wir. Karriere auch im Karneval Noch ist Armin Laschet Regierungschef in Düsseldorf, noch nicht in Berlin. Hier sind die Alltagsprobleme allgegenwärtig vorhanden, sie lösen sich mit einer Personalentscheidung nicht in Luft auf. Wie bekommt die Landesregierung endlich die Staus und die Reparatur der maroden Straßen und Brücken in den Griff? Diese Frage beant- wortete Laschet so: „Wir müssen schneller werden. Der Umbau am IHRE KLEINE AUSZEIT Par khotel Quel lenhof Aachen | Monheimsal lee 52 | 52062 Aachen Tel . : +49 241 9132 0 | E-Mai l : info@par khotel-quel lenhof .de Ver schenken Sie Optimismus mit einem Gutschein. WWW.PARKHOTEL-QUELLENHOF.DE/VALENTIN AUSZEIT SCHENKEN IM QUELLENHOF AACHEN Ihr persönl iches Präsent zum Valentinstag: Einfach Wert auswählen, individuel le Widmung einsetzen, sofort ausdrucken und verschenken. Für Restaurant und Bar oder eine Übernachtung im Quel lenhof Aachen. AKV-Ritter 2020: Armin Laschet mit Ehefrau Susanne. Foto: AKV/A. Steindl

RkJQdWJsaXNoZXIy MTM5Mjg=