01/26 BAD AACHEN | 23 ist es wie immer: Man muss einfach man selbst bleiben, mit Humor, Herz und einer Portion Selbstironie. Dann klappt’s auch im Öcher Narrenkäfig!“ BAD AACHEN: Als Ministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt stehen Sie für Innovation, parallel sind Ihnen Tradition und Heimatverbundenheit wichtig. Können solche Perspektivwechsel in der Politik, aber auch in der Gesellschaft Brücken bauen? Bär: Ich bin überzeugt, dass Innovation und Heimatliebe keine Gegensätze sind. In Franken sehe ich, wie KI und Robotik heute schon Winzern beim Weinbau helfen – das ist gelebte Zukunft, mitten im Alltag. Forschung muss greifbar sein und den Menschen nützen. Tradition gibt dabei Orientierung, damit Fortschritt nicht entseelt. Das haben wir auch in der Hightech Agenda Deutschland festgeschrieben, die von meinem Haus federführend für die Bundesregierung in den vergangenen Monaten verfasst, vom Kabinett beschlossen und in die Umsetzung gebracht wurde. BAD AACHEN: Apropos Brücke: Sehen Sie sich nach dem 31. Januar als echte rheinische Karnevalistin in der Rolle einer Ritterin, die für einen menschlicheren und fröhlicheren politischen Stil ficht? Bär: Unbedingt! Ich finde, Politik darf ruhig öfter vom Karneval lernen: zuhören, einander aufziehen, dann gemeinsam anstoßen. Ich als Fränkin werde mich in Aachen fast wie zu Hause fühlen – da schwingt ja auch ein bisschen Rheinfranken mit. Und wer weiß: Vielleicht steckt in jeder guten Politikerin auch ein kleiner Jeck. KARNEVAL CANTZ KANN’S: FESTPROGRAMM Die 76. Verleihung des AKV-Ordens wider den tierischen Ernst an Bundesministerin Dorothee Bär findet am Samstag, 31. Januar, 19.15 Uhr, im Eurogress statt. Die Moderation übernimmt dabei ein alter Bekannter: Comedian Guido Cantz führt erstmals auch durch das Programm. Er war ein Wunschkandidat des neuen AKV-Präsidenten Dr. Andre Freese. Vorfreude auf politisch-kabarettistische Auftritte wecken folgende Namen: Ex-Grünen-Chefin Ricarda Lang und CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sowie die Künstler Martin Schopps und Friedrich Liechtenstein. Für Stimmung sorgen Bands wie Kasalla und die 4 Amigos. Die Öcher Fahne hoch halten Prinz Lukas I. und Märchenprinz Phil II., die Prinzengarde der Stadt und das AKV-Ballett. Höhepunkte setzen die Laudatio von Vorjahresritter Lars Klingbeil, nun Vizekanzler und Bundesfinanzminister, sowie natürlich die Ritterrede von Dorothee Bär. Ob die Traditionsshow aus Aachen im bundesdeutschen Fernsehen ausgestrahlt wird, ist offen. Auch der WDR-Sendetermin stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Tipp für alle Öcher: Am Samstag, 31. Januar, lädt der AKV um 10 Uhr zum Bad in der Menge an den Elisenbrunnen ein, wo ab 11.30 Uhr die Ritterriege erwartet wird. Zum fetzigen Finale des Tages tritt die Band Ten Ahead bei der Merkur-After-Show-Party ab 23 Uhr im Eurogress auf. Sowohl für die Sitzung als auch für die Party sind noch Tickets erhältlich. www.akv.de · Tickets unter akv.ticket.io Foto: AKV
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