BAD AACHEN 02/2026

FEBRUAR 2026 MET ALAAF OP JÖCK: KARNEVAL TOTAL Elf närrische Seiten sind der jecke Wegweiser für alle Fastelovvendsfans. OHNE PAPPNASE ON TOUR: KUR & KULTUR Theater, Tanz und stolze Jubiläen laden zum Erleben ein.

Pappnas. Jeck. Alaaf. Wir wünschen allen Jecken viel Spaß in der fünften Jahreszeit. www.sparkasse-aachen.de Weil’s um mehr als Geld geht.

02/26 BAD AACHEN | 3 VORWORT/THEMEN AC · Alexanderstr. 18-20 An der Hotmannspief · wienand.ac Strick auf Strick Auch feine Strickmode fertig oder nach Maß und Wunsch. Jeck. Bunt. Aachen. Es ist wieder so weit: Die fünfte Jahreszeit ist in vollem Gange und die Stadt steht Kopf. Allen voran feiert Prinz Lukas I. eine fantastische – Exküs, fabulous – Session. Der junge Prinz auf unserem Titelbild ist mit einem gewagten Konzept angetreten – und hat Maßstäbe gesetzt. Karneval kann so vieles sein: traditionell, heimatverbunden, innovativ und offen für alle. Metfiere! Auch am Freitag, dem 13. Nach Fettdonnerstag ist das ein echter Glückstag für alle Fastelovvendsjecken! Bleibt nur zu hoffen, dass das Jlöck bis zu den Zügen währt, wenn Märchenprinz Phil II. und Lukas I. Klömpchere prasseln lassen. Wer eher fürs Plätschern ist, hat vor, während und nach der Session beste Karten: Die Carolus Thermen halten seit genau 25 Jahren Aachens Badetradition hoch, mitten in der City, zeitgemäß und allein durchs Öcher Wässerchen absolut premium. Klar, dass wir von BAD AACHEN da besonders gern gratulieren. Congratulazioni, rufen wir auch Mario Draghi zu. Der frühere EZB-Präsident und Ex-Ministerpräsident Italiens erhält den Karlspreis 2026. Draghi steht für Stabilität und institutionelle Verantwortung. Seine Rolle während der Eurokrise – Stichwort „Whatever it takes“ – war historisch bedeutend. Armin Laschet als neuer Sprecher und sein Direktorium setzen auf Verlässlichkeit. Draghi ist ein Preisträger, der Europa gefestigt hat – keiner, der es gerade neu erfindet. Da schließt sich eine Frage an: Wann findet sich eine neue Ratsmehrheit in Aachen? Na gut, der Haushalt wird erst im März verabschiedet. 61 Millionen Euro Miese bieten aber schon jetzt Konfliktpotenzial. Ob sich die Parteien beim Schunkeln näherkommen? In diesem Sinne, Oche Alaaf, än wenn et versönk. Wir zeigen Ihnen, wo man im Februar am schönsten fiere kann und haben auch ein paar pappnasenfreie Tipps und Themen mit in dieses kunterbunte Heft gepackt. Jeck eben. Und offen für alle! Einen fabulous Februar wünschen va Hazze EDITORIAL INHALT 04 25 Jahre Carolus Thermen 25 Fragen an Björn Jansen 06 Eugen Onegin im Theater Aachen Inszenierung mit Tiefgang 08 Fragebogen schritt_macher-Kuratorin Yvonne Eibig 09 Köpfe & Geschichten Personalmeldungen 10 Gehört – Notiert janz jeck Närrische Kurzmeldungen 12 Kultur-Spots Theater, Musik, Literatur & Kunst 16 Alt-Aachener Bühne spielt auf Besuch beim Ensemble 18 Aachen live Aus dem Geschäftsleben 20 Tschick im DAS DA THEATER Kinoerfolg jetzt auf der Bühne 22 Städteregionale Kulturtage 2026 Programm der Extraklasse 24 Die Pferdepraxis Lichtenbusch Voller Einsatz für Vierbeiner 25 Luisenhospital: Wirbelsäulenzentrum Team Trommer & der Hybrid-OP 26 80 Jahre vhs Aachen Direktorin Dr. Beate Blüggel berichtet 27 Sternstunden für Aachen Kulturbetrieb mit Extraklasse-Events 30 Tipps des Monats: Freitag, der 13. Pratschjeck statt abergläubisch 32 Vollgas vor Karneval Sitzungen zum Abfeiern 34 Fettdonnerstag für alle Wo jetzt geschunkelt wird 36 Von morgens bis abends op Jöck Samstagssausen und Bälle 38 Aachens Züge rollen an Kinder- und Rosenmontagsparaden 40 Tipps für Trips Unterwegs in Sachen Karneval & Liebe 42 Blickpunkt Kunst Ausstellungen 44 Von Experten empfohlen Buch- und Spieletipps plus Verlosung 45 Veranstaltungskalender Termine im Februar / Impressum 52 Vorausblick März Der nächste Monat 53 Highlights 2026 Publikumsmagneten 54 Topfgucker mit Herz Menüidee zum Valentinstag Herausgeber Stadtmagazin BAD AACHEN

4 | BAD AACHEN 02/26 BADESTADT AACHEN Aachens warmes Herz Von Caroline Fister-Hartmann 9. Februar 2001 – erinnern Sie sich noch an diesen Tag? Ich habe damals neugierig Richtung Stadtgarten geschaut. Man spürte förmlich, dass dort etwas Neues, ganz Besonderes für Aachen entstanden war – ein Ort, der weit über die Stadtgrenzen hinaus Wirkung entfalten würde. Ein architektonisches Highlight, vor allem aber ein Ort zum Wohlfühlen im Dreiländereck. Wie haben Sie die Eröffnung der Carolus Thermen erlebt? Als pure Aufbruchsstimmung. Es fühlte sich an wie der erste warme Tag nach einem langen Winter: voller Energie, voller Erwartung. 2015 haben Sie die Leitung übernommen. Mit welchem Gefühl sind Sie damals in die Halle geschritten? Mit einer Mischung aus Respekt und Vorfreude – und dem festen Willen, dieses Haus gemeinsam mit dem gesamten Carolus-Team weiter zum Strahlen zu bringen und natürlich weiterzuentwickeln. Welche Situation haben Sie damals vorgefunden? Charmant gealtert, aber auf ganz hohem Niveau und mit sehr viel Potenzial, das Haus fortzuentwickeln. Während der Pandemie haben Sie große Sanierungen umgesetzt. Absolut. Natürlich ist es sehr schmerzhaft, wenn ein Ort voller Leben, der so vielen Menschen Freude und Erholung bringt, plötzlich ganz still ist und alle Becken leer sind. Da kommen einem schon die Tränen. Wir haben aus einer Not tatsächlich eine Tugend gemacht. Wenn das Haus schon leer ist, kann man ihm wenigstens eine Frischzellenkur gönnen. Wir haben die Zeit genutzt, statt sie auszusitzen. Welche Veränderungen fallen den Gästen am deutlichsten auf? Mehr Komfort, mehr Atmosphäre, mehr Ahhh-Momente. Man spürt die Modernisierung sofort. Die Carolus Thermen präsentieren sich auch 25 Jahre nach der Eröffnung frisch, modern, einladend. Und welche technischen Neuerungen bleiben eher unsichtbar? Unsere Filtertechnik, die effizienteren Steuerungen, der ganze Maschinenraum – der schnurrt heute fast wie eine Katze. Das merken unsere Gäste nicht direkt, aber natürlich profitieren sie davon. Spielen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit dabei eine Rolle? Eine große! In einem Thermalbad ist das Verantwortung. Dennoch darf man nicht verkennen, dass der Betrieb eines solchen Bades energieintensiv ist. Was wir tun können, tun wir selbstverständlich. Wie haben sich die Besucherzahlen nach Corona entwickelt? Wir sind nicht nur stabil, sondern verzeichnen steigende Gästezahlen – unser Angebot, die Freundlichkeit unserer Mitarbeitenden, die Atmosphäre, der einzigartige Ort und natürlich das Gesundheitsund Wellnesserlebnis werden geschätzt. Thermalbad oder Sauna: Wer liebt was? Wir haben viele Gäste, die wöchentlich kommen, weil sie die wohltuende Wirkung des Aachener Thermalwassers schätzen. Genauso gibt es Besucher, die ausschließlich unsere Saunawelt besuchen, aber auch da nicht auf unser Thermalwasser verzichten müssen. Und viele gönnen sich beides, je nach Tagesform. Sind Zertifizierungen wie die Premiumsauna wichtig? Ja, sie sind ein Qualitätsversprechen. Gäste spüren das – und für das Team ist es eine tolle Bestätigung. Beeinflussen Wellnesstrends Ihr gesundheitsorientiertes Bad? Natürlich. Aber wir übernehmen nur das, was echten Mehrwert schafft. Welche der Innovationen würden Sie besonders hervorheben? Die intelligente Wasseraufbereitung. Unspektakulär auf den ersten Blick, aber ein echter Gamechanger. Ist Textilsaunieren etwas, das internationale Gäste anziehen würde? In vielen Ländern ist Textilsaunieren möglich, gerade in den Niederlanden ist dieses oft üblich. In Deutschland hat allerdings, wie in den skandinavischen Ländern, textilfreies Saunieren Tradition, auch wenn einige Betriebe mittlerweile Badekleidung im Saunabereich erlauben. Wir werden diesen Trend absehbar nicht nachmachen. Wie setzt sich Ihre Gästestruktur aus dem Ausland zusammen? Ein bunter Mix hauptsächlich aus Belgien, den Niederlanden und Luxemburg sowie Frankreich. Jeder Badegast, egal, woher er oder sie kommt, bringt eigene Erwartungen und eine schöne Vielfalt mit. Das Aachener Thermalwasser ist Ihr Alleinstellungsmerkmal. Wie wichtig ist es im Marketing? Das Herzstück des Hauses: Badehalle mit Aachener Thermalwasser. Foto: Olaf Rohl Geschäftsführer: Björn Jansen. Foto: Carolus Thermen Lebendige Badekultur im Zentrum der Stadt: Die Carolus Thermen feiern ihr 25. Jubiläum. Passend dazu hat BAD AACHEN Björn Jansen, der das Haus seit 2015 leitet, 25 Fragen gestellt.

02/26 BAD AACHEN | 5 Immobilienkompetenz seit über 36 Jahren in Aachen und der Region. Persönlich. Verlässlich. Auf Augenhöhe. Ottostraße 80 • 52070 Aachen Fon: 0241 44520-0 • www.ik-aachen.de Verkauf · Vermietung · Verwaltung CEO: Stefan Herff und Thorsten Kotzur Wir nehmen uns Zeit für Sie und Ihre Immobilie. Es ist unser Herzstück – authentisch, regional, unverwechselbar, einzigartig. Mit einer sehr langen Tradition, schon die Römer nutzten es. Auch Karl der Große wusste es zu schätzen und hat seine Kaiserpfalz vor allem deswegen hier errichtet. Rundet die Gastronomie den Thermenbesuch ab? Unbedingt. Entspannung ohne gutes Essen wäre wie ein Aufguss ohne Duft. Bei beidem arbeiten wir auf sehr gutem Niveau. Wir haben einen extrem hohen Qualitätsanspruch in allem, was wir tun und bieten unseren Gästen ein Premiumprodukt an. Ihr persönliches Highlight, das man unbedingt erleben sollte? Im warmen Außenbecken liegen und die Aachener Luft einatmen. Dieser Moment der Ruhe ist unbezahlbar. Die zentrale Lage war politisch gewünscht. Welche Vor- und Nachteile bringt sie heute mit sich? Vorteil: mitten im Leben, mitten in der Stadt. Für jeden gut erreichbar. Nachteil ist, dass wir uns leider nicht weiter ausdehnen können, unser Platz ist begrenzt. Auf der anderen Seite macht dieses uns aus. In der Innenstadt eine wohltuende Auszeit vom Alltag zu nehmen und in eine Welt der Entspannung eintauchen zu können, das ist etwas ganz Besonderes. Welche Investitionen planen Sie für die nächsten Jahre? Wir wollen weiter modernisieren, digitalisieren und unser Gästeerlebnis noch intuitiver gestalten. Was bedeutet das 25-jährige Bestehen für Aachen? Ein Vierteljahrhundert Wohlbefinden – und ein Stück gelebte Badekultur, die die Stadt prägt. Welche silbernen Aktionen erwarten die Gäste im Jubiläumsjahr? Besondere Aufgüsse, kleine Überraschungen, thematische Events – ein Jahr voller liebevoller Details. Was macht Ihnen an Ihrem Job immer noch die größte Freude? Zu sehen, wie Menschen entspannter hinausgehen, als sie hereingekommen sind. Und das Arbeiten mit einem Team, das tagtäglich hoch motiviert sein Bestes gibt, damit sich unsere Gäste wohlfühlen. Haben Sie einen Wunsch an die Stadt zum Geburtstag? Vertrauen, Mut und gemeinsame Visionen für die nächsten 25 Jahre. Zum Schluss: Wie oft tauchen Sie selbst vom Büro aus im Spa ab? Seltener als man denkt – aber oft genug, um zu wissen, warum unsere Gäste so gerne bleiben. www.carolus-thermen.de BADESTADT AACHEN Outdoor abkühlen zu allen Jahreszeiten: Saunabereich. Foto: Olaf Rohl

6 | BAD AACHEN 02/26 KULTUR Falsches Timing? Unerwiderte Liebe, Eifersucht und ein tödliches Duell – Tschaikowskys Oper Eugen Onegin am Theater Aachen als ein berührendes Drama junger Menschen. Der Komponist Piotr I. Tschaikowsky wollte mit Eugen Onegin eine Oper schaffen, die unter die Haut geht. Nicht mit Figuren aus fernen Ländern oder Märchenwelten, sondern mit alltäglichen Menschen. „Ich suche ein intimes Drama, das auf Konflikten beruht, die ich selber erfahren oder gesehen habe, die mich im Innersten berühren können“, wie er später an seinen ehemaligen Schüler Sergej Tanejew in einem Brief schreiben sollte. Diese entwaffnenden Gefühle und zwischenmenschlichen Dramen fand er in Alexander Puschkins Versroman Eugen Onegin wieder – Emotionen, die auch heute das Stück aktuell erscheinen lassen, was Regisseurin Verena Stoiber in ihrer ersten Inszenierung am Theater Aachen bewusst verstärkt. Die Kostüme von Clara Hertel rücken die Figuren ins späte 20. Jahrhundert, „denn es geht vor allem um Liebe und verschiedene Arten von Beziehungen wie Freundschaft, Familie und Partnerschaft“, so Stoiber, „Themen, die uns bis heute sehr nahegehen und immer aktuell sein werden.“ Den Kern der Oper bilden vier junge Menschen, die gemeinsam einen Sommer auf dem Land erleben: Der junge Dichter Lenski und die lebenshungrige Olga sind ein Paar. Für Olgas Schwester Tatjana, die sich lieber in ihre Bücher flüchtet, ändert sich alles mit einer folgenreichen Begegnung: Lenski stellt ihr seinen Freund und Nachbarn Eugen Onegin vor. Für Tatjana ist es Liebe auf den ersten Blick. Noch in derselben Nacht schreibt sie Onegin einen leidenschaftlichen Brief und gesteht ihm ihre Liebe. Doch der saturierte, von allem gelangweilte Lebemann weist sie zurück. Mehr noch: Bei Tatjanas Fest zum Namenstag bringt Onegin auch seinen besten Freund Lenski gegen sich auf, indem er mit Olga tanzt. Die Situation eskaliert und Lenski fordert Onegin zum Duell auf. Im Morgengrauen, am Fuße einer Mühle, stirbt Lenski dann durch die Kugel seines Freundes. Ein Duell – und das Davor & Danach Das tödliche Duell steht nicht nur im Zentrum der dreiaktigen Oper, es bildet den Ausgangspunkt der gesamten Aachener Inszenierung. „Onegin ist traumatisiert von der Tatsache, dass er eine ihm sehr nahestehende Person im Duell umgebracht hat. Dieses Erlebnis hat sein Leben für immer verändert und lässt ihn natürlich nicht los“, so Verena Stoiber weiter. Aus dem Ort des Duells leitet Clara Hertel daher ihren Bühnenraum ab und intensiviert damit das Gefühl, dass es eine Zeitrechnung des Davors und des Danachs gibt. Doch wie konnte es überhaupt zum Duell kommen? „Ist Onegins kurzer Flirt mit Lenskis Freundin Olga auf einer Party wirklich ausreichend oder steckt da vielleicht noch mehr dahinter? Wir finden gerade bei den Proben heraus, wie kompliziert diese Beziehungsgeflechte wirklich sind und wer am Ende wen liebt bzw. sich traut, sich seine Zuneigung einzugestehen. Vielleicht interessieren sich Lenski und Onegin mehr als nur freundschaftlich füreinander, vielleicht ist Tatjanas plötzliche Liebe zu Onegin mehr Projektion als Wirklichkeit.“ Im 3. Akt dreht es sich um: Nach rastlosem Herumirren trifft Onegin Jahre später wieder auf Tatjana, die inzwischen verheiratet ist und ein neues Leben begonnen hat. Onegin gesteht ihr aus dem Nichts heraus seine Liebe und wird dieses Mal von ihr zurückgewiesen. Ist es nur schlechtes Timing oder muss Onegin letztlich erkennen, dass sich Vergangenes nicht ändern lässt? Tatjana: Larisa Akbari Onegin: Jorge Ruvalcaba Fotos: Matthias Baus

02/26 BAD AACHEN | 7 Mit Lyrische Szenen untertitelte Tschaikowsky sein psychologisches Kammerspiel, in dem vor allem das Ensemble – mit Jorge Ruvalcaba als dandyhafte Titelfigur, Larisa Akbari als sehnende Tatjana, Ángel Macías als Dichter Lenski und Sophie Kidwell als sorglose Olga – das Gefühlswirrwarr zwischen Verliebtsein und Zurückweisung, Leichtigkeit und Überforderung glaubhaft verkörpern und den Figuren Kontur verleihen muss. Tschaikowsky sehnte sich genau nach diesen zwischenmenschlichen Konflikten, die alle durchleben oder kennen. KULTUR TIEFSINNIGES KALEIDOSKOP Eugen Onegin, lyrische Szenen in drei Akten von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky. Libretto von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky und Konstantin Schilowsky nach Alexander Puschkin. Musikalische Leitung: Christopher Ward; Regie: Verena Stoiber; Bühne und Kostüme: Clara Hertel; Dramaturgie: Isabelle Becker; Choreinstudierung: Alexander Einarsson; Licht: Yannik Funken; Video: David Gerards. Premiere: Sa., 7. Februar, weitere Termine: Fr., 13., und Sa., 28. Februar, Di., 17. März, So., 12. April, So., 17., und Mo., 25. Mai, So., 14. Juni. Tickets gibt es online und an der Theaterkasse: Di. bis Fr., 11 bis 18 Uhr, Sa., 10 bis 14 Uhr, Telefon: 0241/4784-244. www.theateraachen.de/de/ produktionen/eugen-onegin.html ausgelebte Homosexualität vor der russischen Hautevolee zu verschleiern. Nach drei Monaten stand seine Ehe vor dem Aus und Tschaikowsky war ein gebrochener Mann. „Wenigstens ist das, was ich geschrieben habe, buchstäblich aus mir herausgeflossen und nicht erdacht, nicht herausgepresst worden“, schrieb er an seinen Freund Tanejew. Und davon erzählt auch seine Musik, die nicht nur die Charaktere scharf zeichnet, sondern die es auch versteht, der großen Tragik humorvolle Szenen und Momente der Ausgelassenheit gegenüberzustellen. Welche Rolle dabei der Eiskunstlaufverein Aachen auf der Bühne spielt, gilt es ab dem 7. Februar zu entdecken. Olga: Sophie Kidwell Tragischerweise blieben auch die Autoren – Tschaikowsky und Puschkin – davon nicht verschont: Puschkin starb bei einem Duell und Tschaikowsky versuchte, mit einer Heirat seine im Geheimen Lenski: Ángel Macías Foto: Matthias Baus Foto: Dorota Szczepańska

8 | BAD AACHEN 02/26 31– für Yvonne Eibig ist diese Zahl ein Anfang. 30 Jahre lang hatte Rick Takvorian das schrit_tmacher-Festival geprägt. Mit der 31. Ausgabe vom 24. Februar bis zum 29. März 2026 übernimmt die Kulturmanagerin und Choreografin Eibig die Leitung. Wer sie trifft, spürt sofort: Tanz ist ihre Leidenschaft. Mit ihr ist sie nach Aachen gezogen. „Das einzig Beständige, das ich außer meiner Familie mitnehmen konnte, war meine Ausbildung im Tanz“, erinnert sie sich. Schnell wird auch klar: Yvonne Eibig mag es, sich zu entwickeln. „Zeitgenössischer Tanz steht gleichzeitig für Veränderung – das liegt mir als Mensch, als Künstlerin und Managerin sehr.“ Mit diesem Anspruch packt sie nun das beliebte schrit_tmacherFestival an. 2026 tanzen dabei einige Gewohnheiten aus der Reihe. Dass das Theater Aachen der neue Hauptspielort ist, ist der wohl größte Step. Die Strang-Halle zog als Location. Das soll das Theater auch tun: „Ich habe gezielt nach Stücken gesucht, die visuell reizvoll sind und den Perspektiven im Zuschauerraum gerecht werden. Es wurde sogar ein gesonderter Saalplan erstellt.“ Noch mehr News gibt’s on top: Programmschwerpunkte wie Dance and Health, Visual Art oder Workshops sollen erlebbar machen, „wie Tanz jenseits der Bühnen auf unser Leben wirken kann.“ Eibig will alle ansprechen, „auch die Nicht-Tänzer*innnen.“ Angst, ihr Publikum zu überfordern, hat sie nicht. Vielmehr schwärmt sie von der Offenheit, dem Austausch, den sie in der euregionalen Kooperation so lebendig erfährt. schrit_tmacher sei so beliebt, weil es eine kontinuierlich wachsende Summe aus Qualität und Menschlichkeit sei. Zudem sei die Internationalität, die Chance, in drei Ländern ein Festival zu erleben, einzigartig. Gibt es denn einen roten Faden, an dem man sich orientieren kann? „Ja“, lacht sie, „den roten Faden der Vielseitigkeit“. Die Bandbreite des Programms auf den Bühnen ist entsprechend abwechslungsreich (s. S. 15). Bleibt eine Frage an die Kuratorin: Warum sollte man schrit_tmacher No. 31 unbedingt besuchen? „Um zu sehen, wie es sich weiterentwickelt. Und: Weil ich nur wärmstens empfehlen kann, Tanz zu entdecken!“ cf Mit welchem Respekt gehen Sie die Aufgabe schrit_tmacher an? Rick Takvorian hat mit seiner Vision und einem enorm langen Atem schrit_tmacher in 30 Jahren zu dem gemacht, was es heute ist – davor habe ich großen Respekt. Was uns verbindet, ist die Überzeugung, dass Tanz – und dieses Festival – von Menschen und Verbindung lebt. Meine Aufgabe sehe ich darin, schrit_tmacher mit unseren Partnern gut für die Herausforderungen der Zukunft aufzustellen. Hat schrit_tmacher einen besonderen Reiz für Sie? Bei schrit_tmacher sind Programm und Veranstaltergemeinschaft international, das ist einzigartig. Für die erste Ausgabe unter meiner Leitung war das Ziel, in nur fünf Monaten ein ansprechendes Programm aufzustellen und die neuen Spielorte zu identifizieren. Neben dem Theater Aachen gibt es weitere neue Locations... Die Spielorte Citykirche und Depot sind ideal für Experimente – etwas, wofür schrit_tmacher schon immer stand! Was bedeutet die internationale Zusammenarbeit für Sie? In den Foyers hört man viele Sprachen, das ist toll! Auch die Künstler können sich untereinander vernetzen. Hier sehe ich Ausbaumöglichkeiten, das Festival als Fachplattform zu entwickeln. Zum Start ist eine Party geplant. Wo tanzen wir zusammen? Wir gehen zurück an den Geburtsort, das Ludwig Forum. Dort findet am 28. Februar direkt nach der Vorstellung die Eröffnungsparty statt. Wir haben uns ein paar nette Dinge überlegt – ich empfehle, sich den Abend freizuhalten. Ab 21 Uhr ist der Eintritt übrigens frei. Welches Fazit möchten Sie am Ende des Festivals 2026 ziehen? Nach dem 29. März wünsche ich mir und uns, dass unser Publikum Neues entdecken konnte und die Stimmung im Team weiterhin so toll ist, denn diese Ausgabe ist eine große Herausforderung! VORGESTELLT Foto: Marcus Gründler FRAGEBOGEN Geburtsdatum: Jahrgang 1974 Geburts- und Wohnort: Stollberg/Erzg. – Aachen Familienstand: verheiratet, 2 (fast) erwachsene Töchter Beruf: Kulturmanagerin, Choreografin Hobbys: Ich hatte das Glück, mein Hobby aus Kindertagen zum Beruf zu machen ; wenn Freiräume da sind: meine Familie, Kochen, Schaukeln, unsere Haustiere, Menschen kennenlernen www.schrittmacherfestival.de Yvonne Eibig Respekt & Aufbruch Unter seiner neuen Leiterin tanzt das beliebte Festival spannend aus der Reihe.

02/26 BAD AACHEN | 9 DOMGEDANKEN: PROF. DR. DR. ELMAR NASS In der Reihe Domgedanken der Europäischen Stiftung Aachener Dom (ESAD) findet am Montag, 23. Februar, um 19 Uhr ein Vortragsabend in der Aula der Domsingschule Aachen statt. Unter dem Titel Eine Welt der Vasallen. Chinas globaler Plan und die Antwort Europas beleuchtet Prof. Dr. Dr. Elmar Nass die wirtschaftlichen, politischen und militärischen Ambitionen Chinas sowie deren Auswirkungen auf Freiheit und Identität Europas. Elmar Nass ist Inhaber des Lehrstuhls für Christliche Sozialwissenschaften und gesellschaftlichen Dialog an der Kölner Hochschule für Katholische Theologie (KHKT), an der er als Prorektor wirkt. Außerdem ist er Domvikar am Aachener Dom. Moderiert wird der spannende Abend von David Grzeschik, Redakteur der Rheinischen Post in der Berliner Parlamentsredaktion. Die Veranstaltung ist kostenlos und offen für alle Interessierten. Mehr: www.aachenerdom.de. Foto: Heinz Helf SVD Referent: Chinas globaler Plan 65. GEBURTSTAG: ARMIN LASCHET Armin Laschet – ein Öcher, der politische Karriere und Europa‐ Engagement seit Jahrzehnten verbindet – wird am Aschermittwoch, 18. Februar, 65 Jahre alt. Der Burtscheider, seit 1994 Bundestagsabgeordneter, hat seit der Landtagswahl 2017 eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen: Er war Ministerpräsident von Nordrhein‐Westfalen, später Bundesvorsitzender der CDU, Kanzlerkandidat und aktuell Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag. In herausgehobener Weise spiegelt sich Laschets Verständnis von Europa nun auch in einer bedeutenden lokalen Verantwortung wider: Er ist neuer Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums und damit Nachfolger von Dr. Jürgen Linden, der das Gremium viele Jahre leitete. Laschet möchte die im Karlspreis formulierte Idee der europäischen Einheit und Verständigung weiter stärken und Aachen als Symbol europäischer Einigung noch sichtbarer machen. Sein Einsatz gilt eben immer auch seiner Heimatstadt. Ein Öcher, der lokal verwurzelt ist und zugleich national und international agiert. Mit seiner Frau Susanne, drei Kindern und deren Familien wird der halbrunde Geburtstag gefeiert. BAD AACHENgratuliert gern und und freut sich auf spannende Themen rund um den neuen Karlspreis! Foto: Laurence Chaperon Karriere bis zum Karlspreis: Sprecher 60. GEBURTSTAG: PROF. MICHAEL HOPPE Am 3. Februar feiert Domorganist Prof. Michael Hoppe seinen 60. Geburtstag. Seit 2013 prägt er die musikalische Gestaltung der Gottesdienste im Aachener Dom und erfüllt sich damit einen Kindheitstraum. Unter seinen Händen erklingt die Domorgel mit 92 Registern besonders eindrucksvoll. Hoppe liebt Bach und französische Orgelmusik, privat Jazz, Pop und Klassik. Geboren in Leverkusen, verheiratet und Vater von zwei Kindern, setzt er ein wohlklingendes Zeichen für den Dom. BAD AACHEN gratuliert forte! Foto: Domkapitel/A. Steindl Mit Ehrgeiz & Erfahrung: Organist 60. GEBURTSTAG: OLIVER MOHR Oliver Mohr wird 60 Jahre jung! Am 2. Februar feiert der Inhaber der Mohr + More Communication GmbH seinen runden Geburtstag. Nach Stationen bei Agenturen wie etwa McCann Erickson und Wieden+Kennedy betreibt der Werbeprofi seit mehr als 25 Jahren seine eigene Agentur in Aachen, seiner Heimatstadt. Hier ist er verwurzelt, hier spielt er Golf, liebt Oldtimer und die Öcher an sich. Dass er noch viel vor hat, steht fest. Gern ist BAD AACHEN dabei: Happy Birthday und weiter viel Erfolg! Foto: Mohr + More Werbeprofi mit Öcher Wurzeln 80. GEBURTSTAG: WILFRIED BRAUNSDORF Ein Leben für das Ehrenamt, für Engagement, für den Sport und für Aachen – das beschreibt Wilfried Braunsdorf treffend. Am 5. Februar feiert er seinen 80. Geburtstag. Seit 71 Jahren ist er Mitglied im Burtscheider Turnverein, 62 Jahre davon im Vorstand und 20 Jahre Vorsitzender. Er initiierte den Internationalen Grenzland-Cup, war Präsident des Rheinischen Turnerbundes und Vorsitzender der Burtscheider IG. Für sein Lebenswerk erhielt er zahlreiche Ehrungen. BAD AACHEN gratuliert gern. Foto: Privat Sport und Burtscheid im Blick 70. GEBURTSTAG: DETLEV FRÖHLKE Am 28. Februar feiert Detlev Fröhlke, ehemaliger Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung der Stadt Aachen, 70. Geburtstag. Jahrzehntelang prägte er das Ordnungsamt mit Menschlichkeit, Pragmatismus und Innovationsgeist – von der iPhone-Knöllchen-Erfassung bis zur Corona-Krisenbewältigung. Der Öcher, verheiratet und Vater von zwei Kindern, ist heimatverbunden und als Vorstandsmitglied des Clubs Aachen International zugleich kosmopolitisch. BAD AACHEN wünscht alles Gute! Foto: Archiv Früher Ordnungs- heute Ehrenamt PERSONALIEN KÖPFE// GESCHICHTEN

10 | BAD AACHEN 02/26 ELISENGALERIE: JECKER FEIERABEND-TREFF ElisenGalerie janz jeck – unter diesem Motto steigt am Donnerstag, 5. Februar, 17.11 Uhr, eine große karnevalistische Party im Rahmen des beliebten Feierabend-Treffs in der ElisenGalerie. Die Kunden und Gäste dürfen sich nicht nur auf Prinz Lukas I. und seinen Hofstaat freuen, sondern auch auf andere Prinzen aus der Region samt Gefolge, Musikkorps und Tanzformationen, die für ausgelassene Stimmung sorgen. Der Eintritt ist frei. GEHÖRT//NOTIERT Foto: A. Steindl Besucht die Galerie: Prinz Lukas I. KUNTERBUNTER MONTAG: JECKOMIO.TV LÄUFT Der Öcher Fastelovvend kennt kein Montagstief: Auch im Februar bringt JECKOMIO.TV noch einmal närrische Stimmung ins Wohnzimmer. Am Montag, 2. und 9. Februar, heißt es um 20 Uhr wieder einschalten zur Liveshow aus dem Hexenhof – mit Humor, Musik, Interviews und viel Öcher Karnevalsgefühl. David Lulley und Daniel Schaakxs führen mit Witz und Charme durch den Abend. Wer den Fastelovvend liebt, sollte diese Termine nicht verpassen. Mit janz vööl Pläsier online unter www.jeckomio.tv einschalten. Fast schon Kult: Jecke TV-Sendung ASEAG: FAHRPLAN FÜR DIE NÄRRISCHEN TAGE An den Karnevalstagen sorgt die ASEAG dafür, dass die Jecken mobil bleiben: Die Busse sind fast rund um die Uhr unterwegs, die Nachtbusse fahren durchgehend von der Nacht von Donnerstag auf Freitag bis zur Nacht von Montag auf Dienstag. Am Fettdonnerstag gilt der reguläre Fahrplan, am Karnevalsfreitag sowie am Veilchendienstag der Ferienfahrplan. Karnevalssamstag und Rosenmontag verkehren die Busse nach dem Samstagsfahrplan. Ab Aschermittwoch läuft der Betrieb wieder wie gewohnt. Für alle, die flexibel unterwegs sein möchten, gibt es das digitale Karnevalsticket: Für 23,20 Euro können Jecke von Fettdonnerstag bis Veilchendienstag sechs Tage lang beliebig oft im gesamten AVV-Netz fahren. Das Ticket ist ausschließlich als Handy-Ticket über die Mobilitätsapp naveo erhältlich, gilt für eine Person und beliebig viele Fahrten in dem Zeitraum. Kinder bis einschließlich fünf Jahren fahren kostenlos mit. Kleiner Geheimtipp: Wer montags JECKOMIO.TV schaut, sollte die Augen offen halten – dort werden 5-Euro-Gutscheine für den Kauf von eezy-Tickets in der Mobilitätsapp movA eingeblendet. Alle Infos unter www.aseag.de. KULTEVENT AM KUGELBRUNNEN: PUFFELPARADE Mit der Puffelparade am Samstag, 7. Februar, ab 11.11 Uhr, lädt die Stadtwache Oecher Börjerwehr zu feinstem Fastelovvend am Kugelbrunnen ein – bei freiem Eintritt und mit einem klaren Ziel: 1000 Puffel müssen weg – für den guten Zweck! Eingebettet in ein buntes Open-Air-Programm werden die Gebäckspezialitäten zugunsten der Pfarre St. Adalbert verkauft. „Für Künstler und Gastvereine ist die Puffelparade eine tolle Gelegenheit, sich außerhalb des Saalkarnevals einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren“, betont Kommandant Michael Hommelsheim. Parallel zum Puffelverkauf sind die Öcher Börjerwehr, Prinz und Märchenprinz, Zapperlott, der 1. Würselener Karnevalsverein, das Prinzenpaar aus Roda, Wildbach sowie der Brander Bürgerprinz Axel I. live zu erleben. Mehr: www.boerjerwehr.de. nik POLITIK MIT HUMOR: NÄRRISCHE RATSSITZUNG Spätestens wenn im Krönungssaal des Rathauses gelacht, gesungen und geschunkelt wird, hat der Aachener Karneval endgültig Fahrt aufgenommen. Am Mittwoch, 11. Februar, ab 18.11 Uhr lädt die Närrische Ratssitzung dazu ein, sich gemeinsam auf Fettdonnerstag und die tollen Tage einzustimmen. Kommunalpolitik zeigt sich dabei von ihrer humorvollsten Seite: Ratsmitglieder präsentieren selbstironische Auftritte, begleitet von bekannten Kräften des Aachener Karnevals, der Stadtwache Oecher Penn und einigen jecken Überraschungen. Natürlich darf auch Prinz Lukas I. mit seinem Hofstaat und der Prinzengarde nicht fehlen. Bei freiem Eintritt sind alle eingeladen, mitzuerleben, wie Oberbürgermeister Michael Ziemons und zahlreiche Politiker in ungewohnte Rollen schlüpfen, sich selbst nicht allzu ernst nehmen – und beweisen, dass Karneval und Politik in Aachen bestens zusammenpassen. Foto: Stadt Aachen/Linda Plesch Alaaf: Karneval im Krönungssaal JANZ JECK! MELDUNGEN VEREIN ÖCHER PLATT: KARNEVAL IM KELLER Zum Karneval im Keller, einer Kultveranstaltung im Öcher Fastelovvend, lädt der Verein Öcher Platt am Mo., 2. Februar, ein. Der 1907 gegründete Verein zur Pflege der Aachener Mundart veranstaltet regelmäßig Vortragsabende, Matineen und größere Formate wie das Morjensschöbbche oder den Prentekaffie. Jeden ersten Montag im Monat treffen sich die Mitglieder im Stauferkeller im Haus Löwenstein am Markt. Um die Moderation, Organisation und Technik aller Abende kümmert sich mit viel Herzblut der Vizepräsident und Kellermeister Hein Schnitzler. Er freut sich auf ein heiteres Programm mit Mundartliedern sowie einem Stelldichein der Tollitäten und Vereine. Die Veranstaltung ist ausverkauft. Wer im 2027 dabei sein möchte, sollte schnell Mitglied werden. Infos: oecher-platt.de. nik Konditorei-Natur-Bäckerei Handwerkskunst pratschjeck: Vom Puffel bis zum Strick Mit unserem leckeren Karnevalsgebäck kommt garantiert Freude auf. Denn auch hier ist alles von Meisterhand mit Liebe gefertigt. Alaaf und wohl bekomm’s! Hasselholzer Weg 2 · 52074 Aachen (Ecke Lütticher Straße) Telefon 0241-78179 www.baeckerei-mannebach.de montags geschlossen

02/26 BAD AACHEN | 11 MELDUNGEN Buchkremerstraße 1-7 / 52062 Aachen www.mayersche-aachen.de 20% Rabatt auf Plüschtiere Gültig vom 1.2.2026 bis zum 28.2.2026. Gutschein ist einmalig und ausschließlich an der Zentralkasse in der Mayerschen Buchhandlung Aachen einlösbar. Nicht kombinierbar mit anderen Rabattaktionen. TROPIGARDE LÄDT EIN: JODDESDENGS Am Samstag, 14. Februar, um 18 Uhr lädt die Tropigarde zum Fastelovvendsjoddesdengs in die Kirche St. Fronleichnam ein. Die karnevalistische Messe im Ostviertel ist längst ein fester Bestandteil des Öcher Karnevals und zieht jedes Jahr zahlreiche Jecke an. Viele Lieder und Wortbeiträge, unter anderem vom Musikverein Hahn und Generalin Sarah Siemons, prägen den Gottesdienst, in dem Karneval und Besinnung auf besondere Weise zusammenfinden. Trotz der ausgelassenen Stimmung bleibt der Kern klar: Es handelt sich um einen Gottesdienst, der Gemeinschaft und Zusammenhalt in den Mittelpunkt stellt. Für die Tropis ist die Veranstaltung ein wichtiger Ausdruck ihres Selbstverständnisses – Freude schenken, Gemeinschaft leben und das Gemeindeleben aktiv mitgestalten. Mehr unter www.tropigarde.de. ASCHERMITTWOCH: ABSCHLUSSMESSE Mit dem Schlussgottesdienst des AAK am Aschermittwoch, 18. Februar, endet im Aachener Dom traditionell die Karnevalssession. Gemeinsam mit Märchenprinz Phil II., Prinz Lukas I. und Abordnungen der Aachener Karnevalsvereine wird um 18 Uhr feierlich die Fastenzeit eingeleitet. Texte und Lieder in Öcher Platt, die Austeilung des Aschekreuzes sowie das symbolische Löschen der Karnevalskerze prägen den Gottesdienst. Weitere Infos unter www.aachenerkarneval.de. Foto: Bistum Aachen/A. Steindl Fester Bestandteil: Aschekreuz ZUM ENDE DER SESSION: AKV-THEATERBALL Den Schlusspunkt hinter die Session setzt der Aachener Karnevalsverein (AKV) traditionell mit seinem großen Theaterball im Theater Aachen. Der Abend am Karnevalsdienstag, 17. Februar, steht ab 19.30 Uhr unter dem Motto Des Prinzen letzter Tanz. Das Publikum darf sich in Abendgarderobe auf schräge Komik und Musik ebenso freuen wie auf Tanz und Öcher Flair. Unter anderem gestalten Wolfgang Trepper, Liselotte Lotterlappen und Khalid Bounouar in gewohnt frecher Manier den bunten Abend, zu dem auch Deschawü, Jonas Dumke vom Theater Aachen, die Oecher Stadtmusikanten, das AKV-Ballett und viele mehr beitragen. Das Programm bietet einen fröhlichen Übergang in den leider unvermeidlichen Aschermittwoch. Auf den letzten Auftritt der Öcher Tollität samt Hofstaat folgt um Punkt Mitternacht die Entthronisierung von Prinz Lukas I. als dramaturgischer und tränenreicher Höhepunkt der Veranstaltung. Sie ist mit ihrer bunten Mischung aus Theater, Kleinkunst und Karneval sowie den für das Theater Aachen eher ungewöhnlichen, lautstark mitfeiernden Gästen ein Event, das jeder Jeck einmal erlebt haben sollte. Informationen gibt es unter www.akv.de. Tickets für alle AKVVeranstaltungen können ganz einfach online unter akv.ticket.io gekauft werden. Foto: AKV/A. Steindl Tolles Programm im Theater Aachen Alle jecken Termine: www.aachen-kalender.de

12 | BAD AACHEN 02/26 LOCK WOHNTEXSTUDIO HEINRICH LOCK RAUMAUSSTATTERMEISTER DEKORATIONEN • PLISSEES JALOUSIEN •GARDINEN Bergdriesch 4 (auf dem Innenhof) 52062 Aachen • Tel. 0241/902853 Seit 1984 KULTUR//SPOTS Foto: Veranstalter VORTRAG KI IM ALLTAG Foto: Claudia Fahlbusch LITERATUR BUCHHANDLUNG SCHMETZ LIVE ERLEBEN Künstliche Intelligenz ist längst kein Zukunftsthema mehr – sie begegnet uns täglich, sei es beim Einkaufen, in der Kommunikation oder bei der Arbeit. In dieser Veranstaltung nimmt der erfahrene KI-Experte Dieter Josten die Teilnehmenden mit auf eine spannende Reise durch die Welt der künstlichen Intelligenz. Verständlich, praxisnah und interaktiv zeigt er, wie KI funktioniert, wie sie unseren Alltag bereits verändert und welche Chancen und Herausforderungen mit ihr verbunden sind. Im Mittelpunkt steht die praktische Anwendung: Die Besucherinnen und Besucher erfahren, wie symbolische und nicht-symbolische KI eingesetzt wird, und können selbst ausprobieren, wie die Technologie im Alltag funktioniert. Ein offener Austausch, Raum für Fragen und viele anschauliche Beispiele machen den Abend zu einem lebendigen Erlebnis. Die Veranstaltung richtet sich an alle – egal, ob man gerade erst neugierig wird oder schon erste Erfahrungen mit KI gesammelt hat. Ein Abend voller Erkenntnisse darüber, was Künstliche Intelligenz wirklich bedeutet und wie sie unser Leben heute und in Zukunft prägen wird. Dienstag, 3. Februar, 19 Uhr, forum M der Mayerschen Buchhandlungen Aachen, Buchkremerstraße 1–7 Tickets und Infos: www.mayersche-aachen.de LITERATUR LIVE hat die Buchhandlung Schmetz in diesem Monat zweimal zu bieten. Gaea Schoeters stellt am 10. Februar (19.30 Uhr) Das Geschenk im Rahmen von Die Euregio liest vor. Elefanten mitten in der Großstadt, was geht hier vor? Der Bundeskanzler muss erkennen, dass die Tiere nicht aus dem Zoo entkommen, sondern ein Geschenk des Präsidenten von Botswana sind. 20000 Elefanten hat er geschickt, nachdem die deutsche Regierung ein Einfuhrverbot von Jagdtrophäen beschlossen hatte. Die Flämin Schoeters nähert sich den existenziellen Themen des globalen Zusammenlebens aus einer anderen Richtung – und mit viel Humor. Hoch spannend wird es bei der Premierenlesung von Frauke Buchholz (Foto), die am 27. Februar (19.30 Uhr) mit Endzeit ihren neuen Krimi präsentiert. In einem abgelegenen Haus werden eine Frau und zwei ihrer Kinder brutal ermordet entdeckt. Die Spur des schwer verletzten Vaters und des jüngsten Sohnes verliert sich in der kanadischen Wildnis. Für diesen Job gibt es nur einen Mann: den ehemaligen Profiler Ted Garner. In einem Wettlauf gegen die Zeit dringt er immer tiefer in die Psyche des Täters ein. Termine und Uhrzeiten s. Text, Buchhandlung Schmetz, Münsterplatz 7–9, Telefon: 0241/31369 www.buchhandlung-schmetz.de Foto: Grenzlandtheater THEATER FRAUENSACHE Mit Frauensache bringt das Grenzlandtheater ein aktuelles Schauspiel von Lutz Hübner und Sarah Nemitz auf die Bühne. Im Mittelpunkt steht die Frauenärztin Beate, die ihre Praxis in einer Kleinstadt an eine Nachfolgerin übergeben möchte. Als sich die junge Ärztin Hanna bewirbt, scheint zunächst alles zu passen: engagiert, selbstbewusst und voller Idealismus. Doch ein Vorfall während einer Hospitation offenbart einen tiefen ideologischen Graben – insbesondere beim Thema Schwangerschaftsabbruch. Was als berufliche Meinungsverschiedenheit beginnt, eskaliert rasch zu einem öffentlichen Konflikt: Hanna entfacht mithilfe rechter Lebensschützerinitiativen eine Hetzkampagne, die nicht nur Beates Praxis, sondern das gesamte Gemeindeleben erschüttert. Frauensache erzählt eindringlich von gesellschaftlichen Frontlinien, moralischen Überzeugungen und der Frage, wie fragil Toleranz und Dialog geworden sind. Die Inszenierung unter der Regie von Martin Schulze stellt unbequeme Fragen, ohne einfache Antworten zu liefern – ein intensiver Theaterabend, der lange nachwirkt. Bis Sonntag, 8. März, immer Mo. bis Sa., 20 Uhr, So., 18 Uhr, Grenzlandtheater, Elisengalerie, Friedrich-Wilhelm-Platz 5/6 Telefon: 0241/4746111 www.grenzlandtheater.de

02/26 BAD AACHEN | 13 " ! ! " $ $# $ # ! ! $ $$ "$ ! ! " $ & " " "' "" " # "" # " ""# # " & % ' "" # # # $ # $ Frack Aachen, Alexanderstr. 18 wienand.ac am Truck Foto: Marco Borggreve MUSIK MEISTERKONZERT LIVE ERLEBEN Das 6. Meisterkonzert mit dem Chamber Orchestra of Europe widmet sich dem musikalischen Erbe Johann Sebastian Bachs. Mit ihren Reflections on the Theme B-A-C-H bezog sich Sofia Gubaidulina 2002 auf das große, unvollendete Schlussstück der Kunst der Fuge des Barockmeisters. Ebenfalls auf Bach verweist Anton Webern, der das sechsstimmige Ricercar aus dem Musikalischen Opfer in einer eigenwilligen Orchestrierung neu deutete. Die norwegische Star-Geigerin Vilde Frang (Foto) spielt Robert Schumanns Violinkonzert von 1853, das erst 1937 uraufgeführt und auch danach von den Geigern lange vernachlässigt worden ist. Dieses Spätwerk überrascht mit rückwärtsgewandter Neuartigkeit, gibt sich teilweise barock, ist aber auch erfüllt von tiefsinnig klingender Poesie und visionärer Harmonik. Den strahlenden Schlusspunkt setzt Mozart mit seiner Jupiter-Sinfonie, in welcher er zentrale Elemente der Gattung in höchster Vollendung zusammenfasste. Und wenn der Wiener Klassiker dann im letzten Satz virtuos mit Fugentechniken agiert, erweist auch er sich als Bach-Erbe. Das Konzert findet im Theater Heerlen statt. Besucher aus Aachen können einen kostenlosen Bustransfer nutzen. Do., 12. Februar, 20 Uhr, Theater Heerlen, Burg. van Grunsvenplein 145 meisterkonzerte-aachen.de Foto: Janik Aretz MUSIK RUDELSINGEN Singen, lachen, mitreißen lassen: Beim Rudelsingen treffen alte Schätzchen, ewige Gassenhauer und große Partyhits auf pure Mitsingfreude. Zwei Stunden lang entsteht ein stimmgewaltiges Gemeinschaftserlebnis, bei dem getanzt, geschwelgt und lautstark mitgesungen wird. Gika Bäumer führt mit Charme durchs Programm, begleitet von Pianist Lutz Angermann. Die Texte laufen mit, Hemmungen bleiben draußen – und am Ende gehen alle mit einem Lächeln nach Hause. Mi., 11. Februar, 19.30 Uhr, Energeticon Alsdorf, Konrad-Adenauer-Allee 7, Telefon: 02405/40860 www.meyer-konzerte.de THEATER LEUTNANT GUSTL Die Theaterschule Aachen präsentiert Leutnant Gustl von Arthur Schnitzler – eine schonungslose Studie über Antisemitismus, Obrigkeitshörigkeit und Selbstmitleid. Mit dem erstmals literarisch genutzten Stream of Consciousness führt Schnitzler in die Gedankenwelt seines Protagonisten – komisch, verstörend und erschreckend aktuell, auch 125 Jahre nach der Entstehung. Premiere: Sa., 14. Feb., 18 Uhr, Barockfabrik, Roter Saal, Löhergraben 22 www.theaterschule-aachen.de Foto: Matthias Baus THEATER DER KÄMPFER Mit Der Kämpfer bringt das Theater Aachen in Kooperation mit der Toneelacademie Maastricht eine eindringliche Uraufführung auf die Bühne. In seinem persönlichen sowie gesellschaftlich relevanten Stück erzählt Juri Zanger von der Annäherung zwischen Vater und Sohn, von Nähe, Sprachlosigkeit und den Prägungen unterschiedlicher Männlichkeitsbilder. Mit großer emotionaler Genauigkeit fragt das Stück, wie viel Veränderung möglich ist, wenn die Zeit knapp wird und was es braucht, um einander zu begegnen. Premiere: Fr., 20. Feb., 20 Uhr, Kammer, Theater Aachen, Telefon: 0241/4784-244 www.theateraachen.de THEATER DIE HOCKENDEN Eine Gesellschaft im beseligten Stillstand: Sie hocken in Mulden, Sümpfen oder Kneipen, fest verwurzelt, zögerlich, vom Leben eingesunken. Doch tief drinnen sehnen sie sich nach Bewegung, nach Selbstgewissheit – und vielleicht könnte der Eine, der plötzlich auftaucht, ihnen den Weg weisen. Das Theater K zeigt ein Stück über Stillstand, Sehnsucht und die Wege zur Veränderung. Premiere: Sa., 21. Feb., 18 Uhr, Theater K im Alten Kurhaus, Kurhausstraße 2, Telefon: 0241/151155 www.theaterk.com

14 | BAD AACHEN 02/26 KULTUR//SPOTS Foto: Veranstalter MUSICAL PHANTOM DER OPER LIVE ERLEBEN Geheimnisvoll, düster und zutiefst berührend: Das Phantom der Oper kehrt als aufwendige Originalproduktion von Sasson/ Sautter auf die Bühne zurück und gastiert am 25. Februar im Eurogress Aachen. Mit eindrucksvollen Bühnenbildern, detailreichen Kostümen und kraftvollen Gesangspartien öffnet sich der Vorhang zu den verborgenen Katakomben der Pariser Oper. Im Zentrum steht die zeitlose Liebesgeschichte zwischen dem Phantom und der jungen Sängerin Christine – erzählt nah an der Romanvorlage und musikalisch geprägt von einer besonderen Verbindung aus Sassons eigenen Kompositionen und bekannten Opernzitaten. Dreidimensionale Videoprojektionen von Daniel Stryjecki lassen die Bühne lebendig werden und schaffen eine dichte, fast filmische Atmosphäre. In der Rolle der Christine begeistert die international gefeierte Sopranistin und EchoKlassik-Preisträgerin Deborah Sasson mit großer stimmlicher Präsenz. An ihrer Seite verkörpert Musicalstar Uwe Kröger das geheimnisvolle Phantom. Ein großes Ensemble aus Sängerinnen, Tänzern und Schauspielern macht den Abend zu einem opulenten Musiktheater-Erlebnis. Mittwoch, 25. Februar, 20 Uhr, Eurogress Aachen, Monheimsallee 48 Tickets und Infos: www.highlight-concerts.de Foto: Thilo Beu MUSIKTHEATER OPPENHOFF & CO. Ab Mitte der 1930er-Jahre war Aachen ein Tor in die Freiheit, durch das vom Terror der Nationalsozialisten bedrohte Menschen die Flucht über Belgien oder Holland wagten. Sie gingen große Risiken ein, waren auf Hilfe angewiesen und mussten ihre Unversehrtheit oft teuer bezahlen. Vor diesem Hintergrund erzählt Oppenhoff. Mohren. Cohn. eine Geschichte von Widerstand, Verzweiflung und Kampfgeist. Was motiviert Menschen dazu, sich einem gewalttätigen System zu widersetzen? Kann Solidarität über ideologische Grenzen hinweg funktionieren? Inspiriert von den Lebenswegen historischer Figuren wie dem ehemaligen Oberbürgermeister Franz Oppenhoff oder der Widerstandskämpferin Marianne Cohn untersucht das Stück von Florian Fischer und Kerstin Grübmeyer, mit Musik von Malcolm Kemp, ob ein als entartet gebrandmarktes Kunstwerk vor der Zerstörung bewahrt werden kann und ob einer jungen Frau die Flucht gelingt. In Zeiten des globalen Rechtsrucks ist die Beschäftigung mit antifaschistischem Widerstand hochaktuell. Protestsongs machen Mut gegen die Einschüchterung rechter Erzählungen und stärken den Sinn für eine Gemeinschaft ohne Ausgrenzung und Gewalt. Wiederaufnahme: Sa., 21. Feb., 19 Uhr, Theater Aachen, Telefon: 0241/4784-244 www.theateraachen.de ABSCHLUSSARBEITEN VISITENKARTEN AUFKLEBER · POSTER ROLLUPS · GÄSTEBÜCHER GLÜCKWUNSCHKARTEN BAUPLÄNE · FLYER BUCHREPARATUREN U.V.M. www.comouth.net · Komphausbadstr. 3–5 · Tel. 024135704 Foto: aixpertentheater THEATER NACHTLAND Nach dem Tod ihres Vaters stoßen zwei erwachsene Geschwister auf dem Dachboden ihres Elternhauses auf ein altes Gemälde – signiert A. Hitler. Plötzlich ist das Tor zur Hölle geöffnet: Wie kam dieses Bild in die Familie? Hatte der Vater davon gewusst? Wie soll man damit umgehen – einfach wegwerfen oder als Erinnerung behalten? Schnell rückt jedoch ein ganz anderes Motiv in den Vordergrund: der mögliche Profit. Moral, Anstand und Geschichtsbewusstsein geraten dabei ins Hintertreffen. Streit, Eifersucht und Machtspielchen führen zu einer eskalierenden Konfrontation, in der antisemitische Klischees und Vorurteile nach und nach ans Licht kommen. Das aixpertentheater präsentiert Marius von Mayenburgs bitterböse Komödie Nachtland als provokante Satire über Schuld, Erbe und den Umgang mit der deutschen Vergangenheit. Intelligent, unterhaltsam und mit scharfem Humor hinterfragt das Stück, wie eng Geschichte, Profit und persönliche Interessen miteinander verknüpft sind – und wie schnell Werte auf der Strecke bleiben können. Ein bitterböser Spaß, der lange nachklingt. Auf S. 44 gibt es Tickets zu gewinnen. Premiere: Sa., 21. Feb., 20 Uhr, Klangbrücke, Altes Kurhaus, Kurhausstraße 2, Telefon: 0241/89439684 www.aixpertentheater.com Foto: Uwe Arens MUSIK 4. SINFONIEKONZERT Im 4. Sinfoniekonzert Katalyse treffen rauschhafte Bewegung und elementare Klanggewalt aufeinander. Maurice Ravels La valse entfaltet den Wiener Walzer als schillerndes, fatal wirkendes Klangbild. Es folgt Sergei Prokofjews 3. Klavierkonzert, ein virtuoses Kraftwerk voller technischer Brillanz und rhythmischer Energie. Den Abschluss bildet Carl Orffs Carmina Burana mit archaischer Wucht, eindringlichen Rhythmen und dem allgegenwärtigen Ruf der Schicksalsgöttin Fortuna. Unter der Leitung von Christopher Ward gestalten das Sinfonieorchester Aachen, der Opernchor, der Kinder- und Jugendchor sowie der Sinfonische Chor den Abend. Solistinnen und Solisten sind Zlata Chochieva (Klavier, s. Foto), Laia Vallés (Sopran), Jorge Ruvalcaba (Bariton) & Ángel Macías (Tenor). Samstag, 21. Februar, 20 Uhr, Sonntag, 22. Februar, 18 Uhr, Eurogress Aachen, Monheimsallee 48, Telefon: 0241/4784-244 www.theateraachen.de

10% RABATT Bei Vorlage dieses Gutscheins Handmade in Aachen 02/26 BAD AACHEN | 15 Foto: Klaus Gigga TANZ SCHRITTMACHER-FESTIVAL LIVE ERLEBEN Wenn sich Bewegung, Begegnung und internationale Tanzkunst verbinden, wird die Euregio zur Bühne für schrit_tmacher – just dance! Vom 24. Februar bis zum 29. März lädt das Festival zur 31. Ausgabe ein, zeitgenössischen Tanz auf Bühnen, an besonderen Orten und im öffentlichen Raum zu erleben. Unter der Leitung von Yvonne Eibig (s. S. 8) stehen das Theater Aachen als zentraler Spielort, urbane Schauplätze und Formate für Austausch mit dem Publikum im Fokus. Das Programm zeigt etablierte Kompanien wie NDT 1, Tao Dance Theatre und Humanhood Dance Company sowie spannende Neuentdeckungen. Zum Auftakt zeigt das Theater Heerlen INK von Huang Yi Studio und Ryoichi Kurokawa; die Aachener Premiere folgt am 28. Februar mit Hype the Pain von Miller de’ Nobili (Foto) im Ludwig Forum. Di., 24. Feb., bis So., 29. März, verschiedene Orte in der Euregio, verschiedene Uhrzeiten www.schrittmacherfestival.de Foto: Kopermolen MUSIK RED TABLE Das Kunst- und Kulturzentrum De Kopermolen lädt im Februar zu einem besonderen Konzert ein: Mit seinem Programm Die dunkle Nacht der Seele präsentiert das Ensemble Red Table deutsche Barockmusik aus dem 17. Jahrhundert, inspiriert vom gleichnamigen Buch Dunkle Nacht der Seele von Johannes vom Kreuz. Die Musik folgt einer spirituellen Reise durch den Abgrund und die Dunkelheit, die schließlich zu einem Ort der Liebe, der Hoffnung und inneren Einkehr führt. Samstag, 28. Februar, 20 Uhr, De Kopermolen, Von Clermontplein 11, Vaals, Telefon: 0031/433064668 www.dekopermolenvaals.nl SHOW THE MUSIC OF QUEEN The Music of Queen bringt die unvergesslichen Hits von Queen zurück auf die Bühne des Eurogress Aachen. Valentin Findling verkörpert Freddie Mercury atemberaubend authentisch – mit Stimme, Look und Moves. Rock, Pop, Balladen, Disco und R’n’B liefern einen fulminanten Rundumschlag durch das gesamte Queen-Repertoire. Ein Abend, der die Magie der Kultband wieder lebendig werden lässt. Sa., 28. Februar, 20.30 Uhr, Eurogress Aachen, Monheimsallee 48 www.wolff-concerts.com Münsterplatz 7-9 · 52062 Aachen · Tel. 0241-31369 Lesen ist Abenteuer im Kopf. Und weil jeder Kopf anders ist, beraten wir Sie individuell! Buchhandlung Schmetz am Dom SEIT 75 JAHREN FEIN · KOMPETENT · PERSÖNLICH www.buchhandlung-schmetz.de Viehhofstr. 43 • 52066 Aachen (Eingang Marienhospital) Telefon (0241)47584307 Fax: (0241)99039733 E-Mail: rolf.bach@gmx.de SONDERAKTION: Bis 28. Februar haben wir viele Modelle mit 50 % reduziert… Exklusive Modemarken Gr. 34-52 CINZIA ROCCA Eterna FTC-Cashmere Fürstenberg IVKO MAERZ Muenchen Margittes Princess Rabe Fashion S.MARLON Spagnoli

16 | BAD AACHEN 02/26 MUNDART Von Nina Krüsmann Bis zu 12000 Zuschauerinnen und Zuschauer begeistert die Alt-Aachener-Bühne (AAB) in einer Spielzeit. Ab Samstag, 28. Februar, geht es wieder los und die Komödie De Sou moss futt! feiert Premiere im Bürgersaal Roetgen. Es folgen zwei Aufführungen in der Stadthalle Alsdorf und zum großen Finale ganze acht im Eurogress Aachen. Überraschungseffekte und Wendungen sind garantiert: Das Stück spielt Ende der 1940er-Jahre und es geht um einen Tatbestand, der zu dieser Zeit eine Straftat war. Im Mittelpunkt stehen die Schlitzohrigkeit eines Bauern und die Eindämmung der kriminellen Energie. Mehr wird nicht verraten, denn der Inhalt soll spannend bleiben. Damit das unterhaltsame Stück an zwölf Abenden auf die Bühne gebracht werden kann, ist fast ein Jahr ehrenamtlicher Einsatz nötig. „Wir sind stolz darauf, mit Ensemble und großartigem Team hinter den Kulissen jedes Jahr ein so großes Publikum zu erreichen“, betont die erste Vorsitzende Birgit Thelens. Mit ihren Vorstandskollegen hat sie es sehr erfolgreich geschafft, den Verein zu verjüngen und immer wieder neue Mitspielerinnen und Mitspieler zu werben. „Zuletzt hatten wir drei Neuzugänge. Wir freuen uns, dass wir vor und hinter der Bühne Jung und Alt anlocken können“, betont Thelens. Für Alt & Jung gemacht „Schön ist, dass wir im Publikum viele Leute mittleren Alters haben. Die älteren Herrschaften bringen Kinder und Enkel mit, die dann später wiederkommen. Auch durch die jüngeren Mitspieler erreichen wir eine neue Zielgruppe und dann ist da natürlich die Mundpropaganda“, freut sich Thomas Muckel, zweiter Vorsitzender. Auch das große Engagement in den sozialen Medien statt nur klassische Plakate und ein moderner Kartenvorverkauf tragen zum aktuellen Erfolg bei. „Früher musste man sich Stunden beim Ticketshop anstellen und es gab keine reservierten Plätze. Heute kann man eine Viertelstunde vor Spielbeginn kommen und weiß, wo man sitzt“, erklärt Muckel. Für viele Jüngere sei es spannend, mit dem Bühnenbild aus vergangenen Tagen ein paar Stunden in eine andere Welt einzutauchen – so wie es früher bei der Oma aussah eben. Und was macht den Erfolg der Alt-Aachener Bühne eigentlich aus? Es ist vor allem das enge Zusammenspiel aller Beteiligten – auf, vor und hinter der Bühne. Ob Schauspiel, Bühnenbau, Technik, Maske oder Organisation: Jede Aufgabe ist wichtig und trägt gleichermaßen dazu bei, dass am Ende ein stimmiger Theaterabend entsteht. Die Alt-Aachener Bühne versteht sich als eingespieltes Team, in dem Erfahrung weitergegeben wird und unterschiedliche Talente zusammenwirken. „Wir sind eine Laienspielgruppe, bei der jede Rolle – sichtbar oder unsichtbar – zum Gelingen einer Spielzeit beiträgt“, betont die Vereinsvorsitzende. „Deshalb ist Disziplin sehr wichtig. Die Gemeinschaft muss funktionieren. Alle bringen sich ein. Wenn mal ein Satz nicht einfällt, hilft man sich gegenseitig. Wir proben jeden Donnerstag, auf der Zielgeraden auch zwei Mal pro Woche“, ergänzt Geschäftsführer Andreas Steppert. Zeitmanagement, Pünktlichkeit und Verlässlichkeit sind wichtig für alle in der AAB-Familie. „Wir spielen in diesem Jahr an sechs Wochenenden, treffen uns jeweils bis zu fünf Stunden vorher, um alles vorzubereiten. Da muss man sich schon drauf einlassen können, damit das Wir-Gefühl bleibt“, betont Muckel. „Wenn man Spaß hat und lacht, dann ist die Zeit kurz.“ Mit Kind & Kegel op Jöck „Und bei uns ist keine Aufführung identisch – nur der Inhalt“, lacht Birgit Thelens. Wer mitmache, dürfe keine Scheu haben, weder vor der Bühne noch vorm Platt. „Der Feinschliff kommt mit der Zeit von selbst“, weiß die Vorsitzende. „Selbstverständlich ist die Souffleuse wichtig. Und ohne Bühnenbau, Kostüme, Requisite, Haare und Make-up geht gar nichts. Wir sind jetzt 28 Aktive und haben zwei Bühnenbauer“, erklärt Steppert. Damit das Miteinander gepflegt wird, gibt es unzählige Aktivitäten abseits der Bühne: „Wir besuchen andere Mundarttheater, nicht nur in Aachen. Wir sind im Rosenmontagszug präsent, gehen beim Erntedankumzug in Walheim mit, feiern ein Oktoberfest und nehmen am Ehrenamtstag der Stadt teil“, zählt Birgit Thelens auf. Bei der Weihnachtsfeier sowie dem Ausflug nach der Spielzeit seien stets „Kind und Kegel“ mit dabei – wie in einer großen Familie eben. Verein, Ensemble, Familie: das Team der Alt-Aachener Bühne. Foto: Nina Krüsmann DABEISEIN: DIE SPIELZEIT 2026 Die Komödie De Sou moss futt! feiert am Sa., 28. Februar, 19 Uhr, Premiere im Bürgersaal in Roetgen. Am So., 1. März, beginnt die Vorstellung dort um 18 Uhr. Danach spielt die Alt-Aachener Bühne am Wochenende 7./8. März in der Stadthalle Alsdorf und schließlich im März und April acht Mal im Eurogress Aachen. Tickets sind unter www.eventim.de und www.daskartenhaus.de sowie über die Tickethotline 02405/40860 erhältlich. BAD AACHEN verlost außerdem Karten auf S. 44. Mehr Infos zum Verein gibt es online. www.alt-aachener-buehne.de Wenn Theater zur Familie wird De Sou moss futt! hat alles, was zu einem guten Schwank dazugehört: Witz, Tempo und eine turbulente Geschichte. Die Alt-Aachener Bühne bringt Mundart und Lokalkolorit an gleich drei Spielorte.

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