BAD AACHEN 04/2026

8 | BAD AACHEN 04/26 Sie ist die Frau für das Unsichtbare. Und dabei ist Alexandra Genten seit Jahresbeginn sichtbarer denn je: Als erste Frau wurde die Juristin in den Vorstand der STAWAG berufen. Ein Ausrufezeichen – sogar heute noch. Viel mehr aber ein logischer Schritt: Seit 25 Jahren ist sie bei der STAWAG tätig. „Geplant war das nicht“, lacht die sympathische Managerin, „die STAWAG ist immer in Bewegung: ein First Mover bei erneuerbaren Energien und Geschäftsmodellen. Für mich war das sehr reizvoll. Heute treibt mich der Anspruch an, richtungsweisende Entwicklungen aktiv mitzugestalten: Transformation ermöglichen, wirtschaftliche Stärke und Handlungsfähigkeit sichern.“ Ins Führungsteam mit Wilfried Ullrich als Kaufmann bringt Genten eine vertriebliche und juristische Perspektive ein. Die Kombination sei kein Zufall, sondern strategisch abgestimmt, erklärt die Frau, die mit Weitsicht, rechtlicher Klarheit und Governance im Spannungsfeld zwischen Regulierung, Markt und digitaler Transformation agiert. Und wie füllt sie ihre Führungsrolle aus? „Ich stehe für eine Kultur, die Leistung, Mut, Wertschätzung und Veränderungsbereitschaft verbindet. Die STAWAG ist stark, und ich werde dazu beitragen, dass wir dies mit noch mehr Gestaltungsfreude und einem noch besseren Produkt- und Dienstleistungsangebot verbinden.“ Als kommunaler Energieversorger von 330000 Kundinnen und Kunden, aber auch als Arbeitgeber von 1100 Mitarbeitenden trägt die STAWAG – und damit Alexandra Genten – hohe Verantwortung. Sie weiß: „Nur ein wirtschaftlich solides Unternehmen kann in Digitalisierung, Erzeugung und Infrastruktur investieren – und so Versorgungssicherheit gewährleisten.“ Ihr Ziel: „Das vernetzte, klimafreundliche Rückgrat sein – nicht nur Energie liefern, sondern Sicherheit und Orientierung geben.“ Ja, Alexandra Genten plant mit klarem Blick. Was aber bleibt dann noch unsichtbar? „Netze oder Wärmeleitungen etwa: Infrastruktur ist das Unsichtbare, das eine Stadt am Laufen hält und zeigt, wie eng die STAWAG mit dem Alltag der Menschen verbunden ist – darauf bin ich durchaus stolz“, schließt sie. Keine Frage, die STAWAG und Aachen können stolz auf diese neue Führungspersönlichkeit sein. cf Am 10. April sind Sie 100 Tage Vorständin der STAWAG: Ihr Fazit? Ich erlebe die STAWAG als Unternehmen, das mit Fachkompetenz, Engagement und Verantwortungsbewusstsein für die Region arbeitet. Gleichzeitig verlangen Aufgaben wie Energie- und Wärmewende, Digitalisierung, regulatorische Dynamik und wirtschaftlicher Druck klare Prioritäten und entschlossenes Handeln. Tempo allein reicht nicht – entscheidend ist die richtige Richtung. Nach Gesprächen mit Mitarbeitenden, Führungskräften, Partnern, Kundinnen und Kunden bin ich überzeugt, dass wir hervorragend aufgestellt sind, alle Herausforderungen zu meistern und ständig noch besser zu werden. Woran erkennt man die Schweizer Eidgenossin in Ihnen? An meiner Schwäche für Birchermüesli, Nussgipfel und Ovomaltine – und an der Überzeugung, dass man mit Ruhe, Qualität und Gelassenheit weiter kommt als mit Lautstärke. Ist Aachen heute Heimat für Sie? Aus tiefstem Herzen: JA! Was schätzen Sie an der Stadt – wo sehen Sie noch Potenzial? Ich schätze an Aachen die besondere Mischung aus Internationalität, Wissenschaft, Geschichte und rheinischer Herzlichkeit. Das Potenzial liegt für mich darin, diese Stärken noch konsequenter zu verbinden. Die Aachenerinnen und Aachener haben allen Grund, mit Stolz auf ihre Stadt zu blicken und dies zu zeigen. Woran möchten Sie nach Ihrer ersten Amtszeit gemessen werden? In fünf Jahren werden wir auf unserem starken Fundament weiter aufgebaut haben: Unsere Kundschaft erlebt uns noch viel mehr als den Rundumversorger, der ihr zuverlässig und partnerschaftlich bei allen Energiefragen zur Seite steht. Unsere innovativen und nachhaltigen Produkte haben wir weiter perfektioniert und die Wärmewende im Einklang mit der Stadt Schritt für Schritt vorangebracht. VORGESTELLT FRAGEBOGEN Geburtsdatum: 29. 12. 1969 Geburtsort: Luzern (Schweiz) Familienstand: verheiratet Beruf: Mitglied des Vorstands der STAWAG Hobbys: Ich tanke Energie beim Krafttraining, finde Balance auf der Yogamatte und trainiere meine Lungen mit Jazz- und Popgesang im Chor cantoAmore. Den Kopf lüfte ich auf Reisen in fremde Kulturen oder bei Wanderungen. Alexandra Genten Energie strategisch denken Sie ist seit 25 Jahren bei der STAWAG – und jetzt die erste Frau im Vorstand. Foto: STAWAG

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