BAD AACHEN 09/2026

6 | BAD AACHEN 09/26 Viehhofstr. 43 • 52066 Aachen (Eingang Marienhospital) Telefon (0241)47584307 Fax: (0241)99039733 E-Mail: rolf.bach@gmx.de Exklusive Modemarken Gr. 34-52 CINZIA ROCCA Eterna FTC-Cashmere Fürstenberg IVKO MAERZ Muenchen Margittes Princess Rabe Fashion S.MARLON Spagnoli Freuen Sie sich mit uns über die neuen HerbstWinter-Kollektionen 2026! Dank unserer exklusiven Firmen bieten wir eine vielfältige Mode an. Unsere neuen Farbthemen sind etwa Wollweiß, Beige, Schokobraun, Beerentöne und Leoprints mit Schwarz. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! KULTUR Elena Tzavara setzt in ihrer vierten und vorletzten Spielzeit am Theater Aachen auf große Themen, starke Stoffe und einen roten Faden, der aktueller kaum sein könnte. Von Sabine Rother Wie prägt Macht unser Leben? Wann schützt sie, wann verführt sie, wann zerstört sie? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Theater Aachen in der Spielzeit 2026/2027. Über:Macht lautet das Motto, das sich wie ein roter Faden durch Oper, Schauspiel, Konzerte und die Produktionen im Mörgens zieht. Generalintendantin Elena Tzavara macht damit deutlich, dass Theater gesellschaftliche Entwicklungen nicht nur spiegeln, sondern zur Diskussion stellen will. „Wir müssen Macht als einen dynamischen Prozess verstehen und nicht als etwas Statisches“, beschreibt sie den Leitgedanken der beginnenden Saison. Für Tzavara ist die Spielzeit zugleich eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges. Die Bilanz der vergangenen Monate fällt positiv aus: Mehrere Aachener Produktionen wurden zu Gastspielen eingeladen – ein Zeichen dafür, dass das Theater auch über die Stadtgrenzen hinaus wahrgenommen wird. Kulturdezernent Heinrich Brötz würdigte diese Entwicklung als wichtigen „kulturellen Rückhalt in der Stadtgesellschaft“. Im Mittelpunkt steht jedoch der Blick nach vorn. Der rote Faden Neun Schauspielpremieren und sechs Musiktheaterproduktionen stehen auf dem Spielplan, darunter eine deutsche Erstaufführung, zwei Uraufführungen und vier Wiederaufnahmen. Hinzu kommen acht Sinfoniekonzerte, zwölf Sonderkonzerte, drei Gastkonzerte sowie vier Familien-, vier Krabbel-, drei Sitzkissen- und zwei Jugendkonzerte. Selbst das Familienstück Tischlein deck dich! greift das Spielzeitmotto auf: Goldesel, Knüppel aus dem Sack und der reich gedeckte Tisch erzählen von Einflussnahme, Besitz und Begehrlichkeiten. Die Eröffnungspremiere im Musiktheater ist Verdis Oper Don Carlo, die von den Verflechtungen politischer und religiöser Macht erzählt. Elena Tzavara übernimmt die Regie, die musikalische Leitung liegt beim neuen Generalmusikdirektor Levente Török (s. auch S. 8). „Das Werk ist ein lang gehegter Traum von mir“, sagt der Ungar über seine erste große Opernproduktion in Aachen. Die Sinfoniekonzertreihe stellt er unter das Leitmotiv Von Legenden, Heldinnen und Helden. Die weiteren Musiktheaterproduktionen beleuchten unterschiedliche Facetten von Macht. Mozarts Don Giovanni zeigt die verführerische und zerstörerische Kraft menschlicher Beziehungen. Emmerich Kálmáns Die Csárdásfürstin erzählt von Liebe unter gesellschaftlichen Zwängen, während The (R)evolution of Steve Jobs von Mason Bates den Apple-Mitbegründer und die Kraft der digitalen Welt in den Mittelpunkt rückt. Furioso verbindet Barockmusik mit Texten aus Mareike Fallwickls Roman Die Wut, die bleibt und eröffnet einen Blick auf weibliche Wut sowie gesellschaftliche Strukturen. Die ChefTheaterteam: Dezernent Heinrich Brötz, Levente Török, Miriam Sasserath, Elena Tzavara, Isabelle Becker, Kerstin Grübmeyer. Foto: Sandra Borchers Über:Macht auf der Bühne

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