18 | BAD AACHEN 2026 Eine Hochzeit ist mehr als ein Versprechen zwischen zwei Menschen – sie ist ein Bekenntnis zueinander, getragen von Vertrauen, Liebe und dem Wunsch nach Beständigkeit. Wer kirchlich heiratet, lädt Gott bewusst in diese Verbindung ein. Damit wird das gemeinsame Leben unter seinen Segen gestellt – ein Zeichen dafür, dass er das Paar auf seinem Weg begleiten und stärken möge, in guten wie in schwierigen Zeiten. In der katholischen Kirche gilt die Ehe als Sakrament, das heißt: als sichtbares Zeichen der göttlichen Gnade. In der evangelischen Kirche dagegen ist die Ehe kein Sakrament, sondern Ausdruck menschlicher Verantwortung füreinander – der Glaube und das Heil eines Menschen hängen nicht vom Ehestatus ab. Deshalb können in der evangelischen Kirche auch Geschiedene erneut heiraten. In der katholischen Kirche ist das anders: Wer kirchlich heiratet, sagt nicht nur Ja zueinander, sondern auch zu einem gemeinsamen Weg mit Gott – getragen von Vertrauen und Liebe. Im Glauben verbunden KIRCHE Dort setzt eine kirchliche Trauung voraus, dass keiner der Partner bereits eine gültige kirchliche Ehe geschlossen hat. Der Bund der Ehe gilt als unauflöslich und damit fürs Leben. Wichtige Voraussetzungen Eine kirchliche Hochzeit ist nur möglich, wenn zuvor die standesamtliche Eheschließung erfolgt ist. Die Heiratsurkunde kann bereits beim Traugespräch vorgelegt werden – das ist aber kein Muss. Gehören die Partner unterschiedlichen Konfessionen an, gibt es mehrere Optionen: eine katholische oder evangelische Trauung oder eine ökumenische Feier, bei der Geistliche beider Konfessionen mitwirken. Hier empfiehlt es sich, frühzeitig mit beiden Gemeinden Kontakt aufzunehmen, um rechtliche und organisatorische Fragen zu klären. Welterbe mitten in der Kaiserstadt: der Hohe Dom zu Aachen. Foto: Shutterstock.com/engel.ac
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