20 | BAD AACHEN 2026 KIRCHE Grundsätzlich gilt: Mindestens einer der Partner muss einer christlichen Konfession angehören. Auch wenn der andere konfessionslos ist, steht einer kirchlichen Trauung nichts im Wege – erwartet wird jedoch gegenseitiger Respekt gegenüber dem christlichen Eheverständnis. Ältestes evangelisches Gotteshaus in Aachen: Annakirche. Foto: Andreas Schmitter Übrigens: In der katholischen Kirche sind zwei Trauzeugen Pflicht, in der evangelischen hingegen sind sie freiwillig. Gemeinsam gestalten Eine unverzichtbare Voraussetzung für die kirchliche Trauung ist das sogenannte Traugespräch. Es dient nicht nur dazu, die rechtlichen Grundlagen zu klären und die notwendigen Unterlagen zu besprechen, sondern auch dazu, gemeinsam mit dem Traugeistlichen den Ablauf des Gottesdienstes zu gestalten. Zwar gibt es eine feste liturgische Struktur, doch innerhalb dieses Rahmens bleibt viel Raum für persönliche Akzente. So können Texte, Fürbitten und Lieder individuell ausgewählt und auch Angehörige oder Freunde aktiv eingebunden werden – etwa durch musikalische Beiträge oder Lesungen. Das Gespräch bietet aber noch mehr: Es ist eine Gelegenheit, als Paar über die eigene Beziehung, die Vorstellungen von Ehe und den Glauben ins Gespräch zu kommen. Viele Paare empfinden es als wertvollen Moment, um sich bewusst zu machen, was ihr gemeinsames Versprechen bedeutet. Der Pfarrer oder die Pfarrerin kann dabei Impulse geben, wie sich christliche Werte im Alltag leben lassen und wie ein fester Glaube in schwierigen Phasen auch Halt schenken kann. Gut vorbereitet Je früher das Paar mit dem Pfarrer, Pastor oder der Pfarrerin Kontakt aufnimmt, desto entspannter lässt
RkJQdWJsaXNoZXIy MTM5Mjg=