Kampagnenzeitung

www.handwerk.de Das Handwerk erfindet sich immer wieder neu ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke im Interview. Seite 2 Die Zukunftswerkstatt von nebenan Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zum Innovations- standort Deutschland. Seite 8 I nternationalität, Diversität, Digitali- sierung, Humanität: Begriffe, die nicht nur in Richtung Zukunft weisen, son- dern auch das moderne Handwerk wider- spiegeln. In Japan, Kanada undMexiko ar- beiten – dieWalz rund um dieWelt macht es möglich. Männer, Frauen und Roboter als Kollegen zu haben, gehört dank Digi- talisierung dazu. Gesellschaftliche Werte zu schaffen und zu vermitteln, ist an der Tagesordnung. Ist das noch Handwerk? Zu den gängigen Vorstellungen passt dieses Bild nicht. Zu Unrecht. Denn inter- national, digital und vielfältig ist die Arbeit von rund 5,5MillionenHandwerkerinnen und Handwerkern in Deutschland schon jetzt. Das Handwerk als Branche ent- wickelt sich stetig weiter, es ist innovativ, zukunftsgewandt – und längst im21. Jahr- hundert angekommen. Die Auszubilden- den, Gesellen und Meister von heute be- flügeln tradierte Werte und bringen damit die ganze Branche voran. Das Handwerk ist ein wichtiger Treiber für die Wirtschaft in Deutschland. Um dieses Bild auch in der Gesell- schaft zu verankern, steht die Image- kampagne des Zentralverbands des Deut- schen Handwerks 2019 ganz im Zeichen der Modernität. Fünf Kampagnenbot- schafter mitWurzeln imHandwerk zeigen dafür beispielhaft, wie sich einer der ältes- ten Wirtschaftsbereiche von innen heraus verändert und stetig neu erfindet. Kfz-Mechaniker Jimmy Pelka etwa steht für den Pioniergeist im Handwerk, weil er, wie viele andere Handwerker, mit seinem eigenen Produkt bisherige Grenzen überschreitet, technisch wie geo- grafisch. Tischlermeisterin Johanna Röh verkörpert die Internationalität im Hand- werk – vier Jahre lang war sie in den ver- schiedensten Ländern der Welt auf der Walz. Und Kosmetikerin Antonia Ramb nutzt ihren Beruf und soziale Medien, um sich für mehr Diversität einzusetzen. Während Tischler und Architekt Gunnar Bloss den technologischen Fortschritt aufzeigt, indem er mit dessen Hilfe Ideen Realität werden lässt, steht Bestatter Eric Wrede für das sinnstiftende und gesell- schaftsrelevante Arbeiten imHandwerk. Jeder von ihnen bildet mit seiner per- sönlichen Geschichte einen anderen As- pekt handwerklicher Modernität ab, u. a. auf Plakatmotiven und in Spots für TV und Social Media. Sie zeigen: Ja, das ist noch Handwerk! Ist das noch Handwerk? Modernität, Internationalität, Diversität, Digitalisierung – das Handwerk überrascht. Das moderne Handwerk führt auch in ferne Länder und andere (Handwerks-)Kulturen. „Handwerk hat Zukunft, weil die Welt gestaltet werden will.“ Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Staatssekretär a. D.

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