Rückenwind 03/2026

20 VERKEHRSPOLITIK 21.464 Radfahrer sind im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen verunglückt, 7,1 Prozent mehr als 2024. Wir haben uns die Zahlen auch für unsere Region angeschaut. Dabei gibt es erhebliche Unterschiede. PP Bonn: Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Bonn, das neben Bonn auch den linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis sowie die Städte Königswinter und Bad Honnef umfasst (Gesamtbevölkerung: 551.787), verunglückten im vergangenen Jahr 851 Radfahrende (+1,7 % gegenüber 2024, inkl. Pedelec), darunter waren 100 Schwerverletzte (-15,3 %). Trauriger Rekord ist die Anzahl der getöteten Radfahrenden: 2025 sind sieben Radfahrende in Bonn und Umgebung zu Tode gekommen (2024: 3), das sind mehr als die Hälfte der 13 tödlich verunglückten Unfallopfer in Bonn. Gegenüber den Radfahrenden ist die Anzahl der verunglückten Fußgänger glücklicherweise deutlich niedriger: Es gab 233 Verunglückte, davon wurden 25 schwerverletzt, zwei kamen ums Leben. KPB Siegburg: Die Kreispolizeibehörde in Siegburg ist für den rechtsrheinischen Kreis ohne Königswinter und Bad Honnef zuständig (Bevölkerung: 376.990). Hier verunglückten 423 Radfahrende (+ 4,0 %), 44 davon schwer. Es gab zwei Todesfälle (2024: 3). Demgegenüber ist die Zahl der tödlich verunglückten Fußgänger im Vergleich zum Vorjahr von 1 auf 3 gestiegen. Auffallend ist, dass diese drei Fußgänger alle an Bahnübergängen zu Tode kamen, was auch für einen Radfahrenden zutraf. Insgesamt ist die Zahl der tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmer von elf im Jahr 2024 auf sieben gesunken, davon waren fünf im Seniorenalter. Unter der Gesamtanzahl der verunglückten Seniorinnen und Senioren sowie auch bei Kindern bis 14 Jahren sticht das Fahrrad als genutztes Verkehrsmittel besonders negativ hervor. Schulkinder und Senioren verunglücken als Radfahrer besonders häufig. 2025 kamen in Bonn und den Kreisen RheinSieg und Euskirchen zehn Radfahrer im Verkehr ums Leben, 189 wurden verletzt. Foto: IM NRW / Jochen Tack Region: 10 Radfahrer starben im Verkehr Bilanz 2025: 189 schwerverletzte Radler in Bonn, Rhein-Sieg und Euskirchen

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