33 Fotos: Gert Heimbold Menschen mit körperlichen Einschränkungen brauchen individuelle Fahrräder, so wie Christian Fricke. Wenn wir „normalen“ Menschen ein Fahrrad kaufen, gehen wir in ein Geschäft, bezahlen und kommen mit einem Rad wieder heraus. Theoretisch könnten wir mit allen dort vorhandenen Rädern aus der Tür radeln, wir hätten allein die Qual der Wahl. Bei Menschen mit einer körperlichen Einschränkung ist das komplett anders: Wo befindet sich überhaupt ein Fahrradgeschäft, das vielleicht ein Fahrrad anbietet, das vielleicht annähernd zu meiner individuellen Einschränkung passt? Und da sind wir auch schon mittendrin im Thema. Jede körperliche Einschränkung ist anders, dadurch ist jede(r) Behinderte noch einmal mehr ein Individuum – eben durch die besondere Körperlichkeit. Aber wo steht sein oder ihr Fahrrad? Und wie viele Behinderte sind unter uns, die angesichts dieser Hürde schon das Handtuch geworfen und sich vielleicht einen Herzenswunsch versagt haben? Wir trafen einen Menschen mit körperlichen Einschränkungen, der für seine Selbstständigkeit und Teilhabe kämpft, der nicht locker lässt, bis er seine Ziele erreicht – und eben auch, bis er sein Fahrrad gefunden hat. Im Herbst 2024 wurde die Ortsgruppe Euskirchen des ADFC Bonn/Rhein-Sieg von einem Mann kontaktiert, der eine spastische Behinderung hat. Christian Fricke suchte Beratung und Unterstützung beim Fahrradkauf. Die Idee war, zusammen zur Spezialradmesse nach Lauchringen in Südbaden zu fahren, um dort etwas Passendes auszuwählen. Also machten wir uns am 25. April 2025 auf die Fahrradkauf mit Behinderung Wenn das Selbstverständliche nicht mehr selbstverständlich ist Ein Kabinenrad, guter Wetterschutz, aber kein Platz für Rollator und Gepäck
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