Rückenwind 03/2026

71 Andere meditieren bei Yoga und QiGong, ich steige aufs Rad ganz nach J.F. Kennedy’s Devise: „Nichts ist vergleichbar mit der einfachen Freude Rad zu fahren“. Die Anreise führte mich von Alfter über Köln mit dem Eurostar und dem TGV über Paris nach Nantes. Ein erstes bleibendes Erlebnis war die Fahrt innerhalb von Paris vom Gare du Nord zum Gare du Montparnasse. Das Ziel der Pariser Stadtverwaltung, die Hauptstadt zu einer Radfahrerstadt im Sinne einer Mobilitätswende zu machen, ist nach meiner ersten Erfahrung durchaus bereits erkennbar. Busse und Räder teilen sich gemeinsam meist eine vom Autoverkehr getrennte Spur, wenn die Radfahrer nicht eigene, klar mit grüner Farbe gekennzeichnete, Wege nutzen können. Die Vielzahl der Radfahrer scheint die Attraktivität der Maßnahmen zu bestätigen. Eine den Pariser Radlern eigene gewisse freizügige Interpretation von Verkehrsregeln – in der Vergangenheit eher den Autofahrern zugeschrieben – tut es keinen Abbruch; einmal im „Fluss“ macht es Spaß, auch mit Fahrrad und Anhänger durch Paris zu fahren. TOUREN & TOURISTIK LA VÉLODYSSÉE In Nantes pünktlich mit dem TGV angekommen, schlug ich für die erste Nacht auf einem Campingplatz in der Stadt mein Zelt auf. Dieser liegt schön im Grünen und ist vom Bahnhof nur fünf Kilometer entfernt. Der Start in Nantes Der erste Tag der Tour führte mich im Strom der auch in Nantes vielen Radfahrer durch die Innenstadt an das nördliche Ufer der Loire und weiter auf Nebenstraßen Richtung Atlantik. Auf Höhe von Le Pellerin gelangte ich mit der Fähre auf das südliche Loire Ufer, fuhr weiter entlang des malerischen Canal Maritime de la Basse Loire und direkt an der Loire entlang zur Mündung. Von dort führte der Weg südwärts, meist entlang der grünen Markierungen der La Vélodyssée, ergänzt durch die Empfehlungen der Navi-App Komoot. Nach dem Durchqueren mehrerer Küstenorte erreichte ich nach ca. 90 km einen kleinen Natur-Campingplatz bei Prefailles am Rande einer hübschen Bucht, die direkt zum Baden einlud. Salz und Sumpf und Fischerei Am zweiten Tag den malerischen Hafenort Pornic passierend fuhr ich in Richtung Le Moutiers-en-Retz, meist in Sichtweite der markanten Fischerhütten an der Küste. Weiter ging Zwei „Gepäckstücke“ für die Bahnreise Kartenquelle: Komoot Die französische Atlantikküste bei La Bernerie-en-Retz

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