Rückenwind 03/2026

80 Together Railcard“) aber erschwinglich. Die Fahrradmitnahme ist in den einzelnen regionalen Bahngesellschaften unterschiedlich geregelt, aber insgesamt gut machbar. Die „Two Together Railcard“ wiederum stellt National Rail online aus. Und noch ein Erlebnis: auch bei engen Stellplatzverhältnissen für die Räder kommt kein Stress auf. Die radmitführenden Engländer sind immer freundlich und bemühen sich um eine gute Lösung für alle Beteiligten. Vorbildlich! London ist radfahrtechnisch ein positive Überraschung. In den letzten Jahren wurde offensichtlich die Radinfrastruktur sehr stark ausgebaut. Hinzu kommt die Congestion Charge für Privatautos (pro Tag 18 £ + 12,50 £ für Autos mit höherem Schadstoffaustoß), die den Kraftwagenverkehr im Wesentlichen auf Taxis und Busse beschränkt. Die City von London wird so zu einem Radfahrerparadies. Spontan brechen wir am Nachmittag zu einer 50 kmBesichtigungstour durch London auf. Sehr angenehm – nur auf die vielen Radpendler müssen wir aufpassen, die fahren kein Besichtigungstempo. Nach einem weiteren Besichtigungstag (viele Museen in London haben freien Eintritt!) geht es dann am nächsten Tag mit dem Zug weiter. Tickets und Stellplätze sind gebucht, jetzt noch die hinterlegten Tickets am Schalter in London Paddington abholen und los geht die fünfstündige Fahrt nach Penzance, der letzten Bahnstation im Südwesten. Cornwall: Blumen, Buchten, Felsen Und schon sind wir im malerischen Cornwall! Eine arme Region, die aber durch den Tourismus einen Aufschwung erlebt hat. Und das zu Recht! Von Penzance aus fahren wir nach Land’s End. Über enge, heckengesäumte Sträßchen TOUREN & TOURISTIK SÜD-ENGLAND geht es durch viel grüne Landschaft, vorbei an blumengeschmückten einzelnen Häusern und kleinen Dörfern. Zwischendurch mal eine einsame Bucht, dann wieder Weiden mit Schafen und Wiesen voll mit blühendem Fingerhut. Land’s End ist zwar ein touristischer Hotspot, aber zumindest zu dieser Jahreszeit noch sehr angenehm zu besuchen. Auf dem Rückweg vom westlichsten Punkt der britischen Insel finden wir noch zwei Künstlerinnen-Werkstätten, die sich am Tag des offenen Ateliers über unseren Besuch freuen. Die nächsten drei Tage geht es dann wie geplant weiter in Richtung Osten. Die Landschaft bleibt abwechslungsreich und frühlingshaft mit vielen bunten Blumen geschmückt. Auf der Route folgen The Lizard, der südlichste Punkt der Insel und Coverack, ein kleiner Ort, wo wir in der idyllischen alten Post übernachten und in der warmen Abendsonne Fish&Chips genießen. In Helford rufen wir das Wassertaxi mit einem aufklappbaren Signalschild, um über den tief eingeschnitten Fjord zu gelangen. In Falmouth dann, nach einem Besuch im Seasalt Sale Shop Schlecht in Mathe? Egal, hier ist Muskelkraft gefragt Klappschild zum Anfordern des Wassertaxis Radinfrastruktur in London, Fahrradparadies vom Feinsten

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