Rückenwind 03/2026

9 Tausendfüßler: Planfeststellung dieses Jahr ADFC drängt weiter auf Radschnellweg an der A565 – Bonn und Kreis gefragt Foto: Axel Mörer Demonstration 2020 während der Corona-Pandemie gegen die Verbreiterung des Tausendfüßlers quer durch Bonn von 20 auf 40 Meter und für einen Radschnellweg: Weiterhin engagiert sich der ADFC für eine schnelle Pendlerstrecke entlang der Autobahn über die Nordbrücke in den Rhein-Sieg-Kreis hinein. Die Hoffnung, doch noch einen Radschnellweg entlang der A565 quer durch Bonn hinein in den Rhein-Sieg-Kreis durchzusetzen, ruht jetzt auch auf dem Bundesrat. Der will nämlich den Vorschlag der Bundesregierung nicht akzeptieren, dass entlang von Autobahnbrücken der Bau von Radwegen nicht mehr verpflichtend geprüft und gegebenenfalls auch umgesetzt werden muss. Das von der Bundesregierung in den Bundestag eingebrachte „Infrastruktur-Zukunftsgesetz“ soll den Bau von Verkehrsinfrastruktur beschleunigen. Im Bundesfernstraßengesetz will die Bundesregierung die Pflicht, beim Bau von Betriebswegen den Bedarf für Radverkehr zu berücksichtigen, streichen. Damit würde beim Neu- oder Ersatzneubau von Brücken die Pflicht entfallen, sie im Bedarfsfall auch für die Aufnahme von Radverkehr auszubauen. Das wäre besonders am Rhein, wo es nur wenige Flussquerungen gibt, für den Radverkehr fatal, der keine großen Umwege fahren kann. Das könnte ein Grund sein, warum der Bundesrat vorschlägt, der SollRegelung nicht zuzustimmen und Radverkehr „grundsätzlich“ zu ermöglichen. Ein Vorschlag der Länderkammer mit weitreichenden Folgen: Der Bund muss in den nächsten zehn Jahren 4000 Autobahnbrücken sanieren oder zu einem großen Teil sogar abreißen und neu bauen, die in den 1960er und 1970er Jahren gebaut wurden. Besonders betroffen ist von dieser Frage unsere Region, weil der Tausendfüßler überwiegend als Brücke durch die Stadt führt. Ein Betriebsweg entlang des Tausendfüßlers wäre für den Radverkehr umso wichtiger. Auch die Nordbrücke wäre von der Gesetzesänderung betroffen. Unser Brief an die örtlichen Bundestagsabgeordneten und den Vorsitzenden des federführenden Verkehrsausschusses, in dem wir um Unterstützung für den Radschnellweg entlang des Tausendfüßlers und über die Nordbrücke bitten, hat einige Reaktion ausgelöst. Der Bundestagsabgeordnete Sebastian Hartmann (SPD) aus dem Rhein-Sieg-Kreis, zugleich parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesverteidigungsminister, schrieb uns: „Gerade vor dem Hintergrund der angespannten Verkehrssituation

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