20 | BAD AACHEN 07/26 SONDERVERÖFFENTLICHUNG Dr. Dirk Steffen leitet die Klinik für Prävention, Diagnostik und Therapie, das Mukoviszidosezentrum und die Palliativstation im Luisenhospital Aachen. Der neue Chefarzt setzt auf Zeit, Vorsorge und Lebensqualität. Ich gehe nach jedem Tag in der Klinik ausgeglichen nach Hause, ein großes Glück“, sagt Dr. Dirk Steffen (53), seit Anfang des Jahres neuer Chefarzt der Klinik für Prävention, Diagnostik und Therapie im Aachener Luisenhospital als Nachfolger von Dr. Jürgen Ontyd, der dort über 30 Jahre lang gewirkt hat und Steffen nicht nur fachlich, sondern auch in der Hinwendung zu Patientinnen und Patienten Vorbild war. „Nicht nur er“, versichert Dirk Steffen, dem bewusst ist: „Mich hat ein guter Weg hierher geführt.“ Er denkt dabei gleichfalls an Professor Dr. Wilhelm Berges, von 1997 bis 2013 Chefarzt der Medizinischen Klinik (Innere Medizin und Gastroenterologie) im Luisenhospital. „Ein wichtiger Lehrer, der den ganzen leidenden Menschen im Patienten gesehen und angenommen hat. Ich habe nun das Gefühl, ein Kreis schließt sich.“ Dirk Steffen nimmt sich Zeit, schaut sein Gegenüber an, hakt bei Fragen freundlich nach und gibt jedem das Gefühl, willkommen zu sein. Der Mediziner hat gelernt, sich und seine Arbeit zu strukturieren, seine humane Sichtweise so umzusetzen, dass sie ihn erfüllt, aber nicht aushöhlt. „So steht auch im Bereich der Palliativstation bei uns das Leben im Vordergrund, es wird viel gelacht“, betont Dr. Steffen. „Bei der Begleitung der Menschen jeden Alters in der letzten Lebensphase darf nicht dauernd der Tod an der Decke hängen.“ Verantwortung mit Weitblick Prägende Jahre in der Pflege haben ihm den Menschen nahe- gebracht. In Verbindung mit fachlicher Kompetenz sieht er nun eine Berufung, die er gern erfüllt – in der Übernahme der Klinik die Chance, zusammen mit seinem Team neue Ansätze zu finden, etwa in Fragen der Prävention. „Ich führe gern Beratungsgespräche, nehme Bedenken ernst“, spricht er über die Angst in Sachen Vorsorge. „Ich kann das verstehen, etwa die Angst vor den Risiken einer Darmspiegelung.“ Dirk Steffen nennt seinen Einsatz „Präventionsbetreuung“, findet Argumente. „Die Inspektion des Autos ist doch jährlich für den Besitzer eine Selbstverständlichkeit“, trifft er oft den richtigen Punkt. Auch hier nimmt er sich Zeit und erfährt durch Patienten aus der Euregio, dass in den Niederlanden und Belgien nicht alles so selbstverständlich ist wie in Deutschland. „Es gibt Menschen aus den Nachbarländern, die zu uns kommen und privat zahlen, sogar eine eventuelle Behandlung“, staunt er über ein Gesundheitssystem, das „offenbar nicht nur in Deutschland krank ist“. Positiv überrascht ist er, wenn Firmen ihren Mitarbeitern zum Beispiel die Möglichkeit geben, zur Vorsorge zu gehen. In Hinblick auf die diagnostischen Möglichkeiten ist er optimistisch. „Die Mittel reichen aus, der Zugang ist nicht immer einfach“, betont Dirk Steffen. Bedrängend empfindet er die Situation der Notaufnahmen und sucht hier nach dringend nötigen Lösungen. Künstliche Intelligenz (KI) in der Medizin? „Zur Unterstützung eine wichtige Hilfe, aber die Qualität der Ausbildung ist in Deutschland gut.“ Erfahren in der Alternativen Medizin, die den Menschen und seine Gesundheit als Ganzes sieht, ist es ihm wichtig, auf Augenhöhe zu bleiben und die Lebensqualität zu fördern. „Egal, welchen Alters oder welcher Konstitution, sprechen wir natürlich über die Risiken, aber auch über das, was dem Patienten wichtig ist, über das, was seine Lebensqualität ausmacht.“ sar www.luisenhospital.de/luisenhospital-aachen/kliniken/klinikfuer-praevention-diagnostik-und-therapie Arzt auf Augenhöhe: Dr. Dirk Steffen. Foto: Luisenhospital Medizin mit Menschlichkeit „
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