4 | BAD AACHEN WM 2026 WM AACHEN 2026 BAD AACHEN: „Der perfekte Ort, um Geschichte zu schreiben.“ So lautet prägnant der Satz in einer Presseerklärung des ALRV zur Reit-WM. Ist das Übertreibung, Hoffnung, Erfahrung, Frau Peters? Stefanie Peters: Von allem etwas. Mein Ziel ist, dass es Realität wird und man bei der Reit-WM in Aachen wirklich Geschichte schreibt. Es ist nicht nur der Ort, sondern vor allem sind es das Ereignis und die Menschen. Und deshalb werden wir genau wie 2006 auch in 2026 Geschichte schreiben. BAD AACHEN: 2006 ist vielen als einzigartiges Erlebnis in Erinnerung geblieben, das Maßstäbe gesetzt hat. Viele Reiterinnen und Reiter schwärmen noch heute davon. Und jetzt, 2026, wollen Sie das noch steigern? Peters: Es geht nicht darum, immer Superlative neu zu definieren. Wir müssen jetzt, in unserer Zeit, die maximal schönste und professionellste Bühne für alle Beteiligten bieten. Da denken wir zuerst an die Athleten und an die Pferde, aber wir denken auch an das Publikum, an die Sponsoren, an die Ehrengäste, wir denken vor allem an die vielen ehrenamtlichen Helfer. In der heutigen Zeit wird diese Bühne etwas anders aussehen und andere Rahmenbedingungen haben als 2006. Wir sind sehr zufrieden, wenn dann jeder mit einem Lächeln nach Hause geht. BAD AACHEN: Die WM erfordert eine völlig andere Logistik und ist eine viel größere Herausforderung in der Organisation als ein normaler CHIO. Wie anstrengend ist das für Sie? Peters: Wir haben viel mehr Nationen und ein noch internationaleres Publikum. Wir werden viele Reiterinnen und Reiter, Pflegerinnen und Pfleger, Pferde dabei haben, die noch nie in Aachen waren, die Wege nicht kennen, die nicht genau wissen, wo lade ich ab usw. Das sind manchmal Kleinigkeiten, aber die sind ganz entscheidend im Ablauf. Insofern ist das natürlich sehr anstrengend für das gesamte Team. BAD AACHEN: Herr Ziemons, der perfekte Ort, um Geschichte zu schreiben: Was kann die Stadt Aachen dazu beitragen? Michael Ziemons: Wir sind nicht die Sportexperten, das machen andere besser. Wir sorgen für gute Rahmenbedingungen. Das tun wir jetzt, und das tun wir für die Zukunft mit dem Umbau im Sportpark Soers. Unsere Aufgabe der Stadt ist es, auch für die, die nicht die Chance haben, auf das Turniergelände zu kommen, die Begeisterung für die WM auf den Markt und den Katschhof zu holen. Dafür bieten wir an allen WM-Tagen in der Stadt ein Programm, das die einheimischen und die internationalen Gäste gemeinsam erleben können. BAD AACHEN: Wie eng verzahnt ist das mit dem ALRV? Ziemons: Sehr eng, wir stehen in sehr regelmäßigem Austausch, wir beide persönlich, aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir haben wirklich unsere Zusammenarbeit noch mal neu vitalisiert! BAD AACHEN: Wir sprachen über die Reit-WM 2006 – waren Sie damals dabei? Ziemons: Da war ich 30 und gerade in Aachen zurück. Ich war nicht auf dem Gelände, aber natürlich habe ich die Atmosphäre in der Stadt miterlebt. BAD AACHEN: Wann waren Sie denn zum ersten Mal beim Turnier? Ziemons: Das erste Mal 2019 über die StädteRegion. Zusammen abspringen: Stefanie Peters und OB Dr. Michael Ziemons. Foto: Andreas Steindl Zwei Gastgeber, ein Ziel Organisation, Planung, Protokoll, Vorfreude und Erwartungen: Wie blicken Stefanie Peters, Präsidentin des Aachen-Laurensberger Rennvereins, und Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons auf die Reit-WM? Für BAD AACHEN hat Bernd Mathieu beide zu einem gemeinsamen Gespräch getroffen.
RkJQdWJsaXNoZXIy MTM5Mjg=