26 | BAD AACHEN 06/26 SONDERVERÖFFENTLICHUNG Dr. Stefanie Buchen leitet die Klinik für Senologie sowie rekonstruktive und ästhetische Brustchirurgie am Luisenhospital Aachen. Ihr Anspruch: höchste Kompetenz und persönliche Begleitung. Von Sabine Rother Erfrischende Zuversicht, das Wissen um lähmende Ängste, zugleich höchste fachliche Kompetenz: Mit der Übernahme der Leitung der neu am Luisenhospital Aachen etablierten eigenständigen Klinik für Senologie sowie rekonstruktive und ästhetische Brustchirurgie (Brustzentrum) hat sich Chefärztin Dr. Stefanie Buchen einen großen Wunsch erfüllt. Nach beruflichen Stationen wie zuletzt am zertifizierten Brustzentrum an der Asklepios Paulinenklinik in Wiesbaden sowie an der Universität Heidelberg will sie hier Aufbauarbeit nach ihrer persönlichen und leidenschaftlichen Vorstellung von Medizin für den Menschen leisten. „Alles aus einer Hand, das ist mein Ziel, das kann ich hier umsetzen, wo die Wege nicht lang sind, das Team eng zusammenarbeitet, wo wir die Patientinnen nie allein lassen“, betont die engagierte Ärztin, die einen großen Erfahrungsschatz mitbringt. Moderne Brustmedizin ganzheitlich weiterzuentwickeln – das bedeutet für die 58-Jährige, höchste onkologische Kompetenz, also die Behandlung von Tumorerkrankungen der Brust, mit rekonstruktiver und ästhetischer Expertise zu verbinden – von Beginn an. „Wer operiert, muss vor dem ersten Schnitt wissen, wie es weitergeht, wie der spätere Brustaufbau aussehen soll“, betont Stefanie Buchen. Symbol für Weiblichkeit Die Entscheidung, nach Aachen zu gehen, ist ihr nicht nur in beruflicher Hinsicht leichtgefallen. „Ich habe familiäre Wurzeln in der Region, das ist ein gutes Gefühl“, lächelt sie. Die Ärztin konzentriert sich auf das Wesentliche – die Patientinnen jeden Alters, die oft mit großer Verzweiflung zu ihr kommen, ihr häufig Dinge offenbaren, die sie quälend lange geheim gehalten haben. „Die Brust ist ein Symbol für Weiblichkeit, das Betroffenen verloren erscheint, wenn Erkrankungen auftreten“, sagt die Ärztin nachdenklich, die nicht nur behandelt, sondern den gesamten Weg einer Patientin mitdenkt, von der Diagnostik über die Operation bis hin zu Rekonstruktion und Nachsorge. „Im Luisenhospital gibt man mir dazu den Raum, das ist nicht selbstverständlich“, weiß sie und schätzt zudem die Kooperation mit der Uniklinik der RWTH und ihrer Hochleistungsmedizin. Wichtig neben medizinischer Qualität: Vertrauen, Kontinuität und eine persönliche Begleitung, für die im Luisenhospital zwei OnkoNurses sorgen – spezialisierte Pflegekräfte, die Krebspatientinnen beraten und die komplette Behandlung koordinieren. Krebserkrankungen der weiblichen Brust machen lediglich einen Bereich des Zentrums aus. Hinzu kommen die Behandlung von Fehlbildungen und gutartigen Brusterkrankungen, die Reduzierung sehr schwerer Brüste, Straffung – zum Beispiel nach Gewichtsabnahme. „Wer operiert, sollte alle Techniken beherrschen“, fordert sie. Es geht ihr um Lebensqualität und Körpergefühl. Stefanie Buchen spricht von „äußerer“ und „innerer“ Kosmetik. „Bei einer ästhetischen Operation müssen wir bedenken, dass später mal ein Brustkrebs entstehen kann; es muss so operiert werden, dass die Vorsorge erleichtert wird, die inneren Narben nicht stören.“ Qualifiziertes Fachwissen und intensive Beratung sind zudem im Bereich der Genetik wichtig. Mutationen in den Genen BRCA1 und BRCA2 steigern das Brustkrebsrisiko um 50 bis 80 Prozent und bedeuten ein erhöhtes Risiko für Eierstockkrebs. Von der Familienanamnese bis zur prophylaktischen Entfernung der Brust und der sofort eingeleiteten Rekonstruktion bleibt auch hier alles in einer Hand, wie die engagierte Chirurgin betont, die oft sehr junge Patientinnen betreut. „Die Dunkelziffer von Fehlbildungen der Brust ist hoch“, weiß sie. „Vielfach halten das Mädchen und Frauen aus Scham geheim, dabei können wir gut helfen. Das Umfeld einer Patientin ist unglaublich wichtig. Die Mütter, die Partner, die Freunde, die Familie, alle werden in Entscheidungen einbezogen.“ Bei der Früherkennung setzt sie auf ärztliche Tastuntersuchung, Mammographie (Röntgen), Brustultraschall (Sonographie) und Magnetresonanztomographie (MRT). „Der entscheidende Faktor ist eine Sensibilisierung für das Gefühl, ob sich etwas verändert hat“, versichert Stefanie Buchen und weiß heute, wie wichtig ein Element ihrer Ausbildung in den USA war: „Alle, die als Ziel die Plastische Chirurgie hatten, mussten Kurse in Bildhauerei, im Töpfern und in der Malerei absolvieren, um ein Gefühl für Formen zu entwickeln“, erinnert sie sich. Vielleicht ist es genau diese Verbindung aus medizinischem Wissen, fachübergreifender Erfahrung und der Zuversicht, auch durch schwere Diagnosen nicht allein gehen zu müssen, die Patientinnen bei Stefanie Buchen spüren – vom ersten Gespräch an. www.luisenhospital.de/luisenhospital-aachen/kliniken/senologie Beruf als Berufung: Dr. Stefanie Buchen. Foto: Luisenhospital LESEN: LUISE KOMPAKT Dieser Ausgabe von BAD AACHEN liegt die aktuelle LUISE kompakt des Luisenhospitals Aachen bei – eine Kurzfassung des Krankenhausmagazins mit ausgewählten Themen rund um moderne Medizin, persönliche Patientengeschichten und neue Entwicklungen im Luisenhospital Aachen. Wir bitten um freundliche Beachtung. Weil jede Patientin zählt
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