BAD AACHEN 06/2026

FAHRRADSOMMER 2026 Die diesjährige Rundtour des Aachener Fahrradsommers führt auf rund 22 Kilometern durch eine abwechslungsreiche Landschaft und steht dabei ganz im Zeichen der Reit-WM. Startpunkt ist das Reitstadion in der Soers, von wo aus die Strecke in den Pferdelandpark zwischen den Städten Aachen, Herzogenrath und Kerkrade führt. Der grenzüberschreitende Landschaftspark umfasst rund 2000 Hektar und verbindet den Lousberg, die Soers, das Hasenwalder Feld und die Horbacher Börde. Am Sonntag, 7. Juni, startet um 13.30 Uhr die Eröffnungstour am Sportpark Soers. Mehr: www.fahrad-in-aachen.de. 1 Reitstadion im Sportpark Soers Mit Platz für rund 40000 Zuschauerinnen und Zuschauer zählt das Hauptstadion des Aachen-Laurensberger Rennvereins zu den größten seiner Art weltweit. Gemeinsam mit dem Dressurstadion, der Albert-Vahle-Halle für das Voltigieren und dem Fahrstadion für das Vierspännerfahren bildet es das Turniergelände des jährlichen CHIO Aachen. Das internationale Reitsportereignis zieht jedes Jahr zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die Soers. 4 Geuchterhof Der Geuchterhof verdankt seinen Namen der adeligen Familie Geucht, die um das Jahr 1240 dort ansässig war. Das genaue Baujahr ist jedoch nicht überliefert. Im 16. Jahrhundert wird der Hof als Besitz des Erzbischöflichen Stifts zu Köln erwähnt. In den folgenden Jahrhunderten befand sich die Anlage im Eigentum der Familie von Bongart. Über spätere Umbauten und Erweiterungen ist nur wenig bekannt. Sicher belegt sind hingegen der Brand des Scheunengebäudes im Jahr 1933 sowie die schweren Zerstörungen während des Zweiten Weltkriegs. 5 Haus Heyden Das Haus Heyden ist eine frühere Wasserburg mit mittelalterlicher Kernburg und zwei jüngeren Vorburgen. Historikern zufolge soll sie im Mittelalter die wohl imposanteste Anlage ihrer Art im Aachener Raum gewesen sein. Die mittelalterliche Kernburg ist heute eine Ruine. Die beiden Vorburgen sind gut erhalten und werden bewohnt. 6 Westwall Hier sieht man einen Teil des Westwalls. Dieser besteht aus höckerartigen Bauwerken aus Stahlbeton. Der Westwall wurde kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs als Panzersperre gebaut und sollte das Vorrücken feindlicher Panzer erschweren oder unmöglich machen. Die Sperren sind wichtige Bestandteile des insgesamt 630 Kilometer langen Westwalls von Kleve am Niederrhein bis nach Grenzach-Wyhlen in Baden-Württemberg im äußersten Südwesten Deutschlands. Der Aachener Fahrradsommer lädt 2026 bereits zum 32. Mal dazu ein, die Region aktiv zu erkunden und neu zu erleben. Am Sonntag, 7. Juni, startet die Eröffnungstour. 2 Soerser Burg Die Soerser Burg entstand im 13. Jahrhundert als Wasserburg. Ursprünglich befand sich hier lediglich ein einzelner Wehrturm, der sich im Laufe der Zeit zu einem Rittergut entwickelte. Die Burg im jetzigen Zustand – mit Tierhaltung und Veranstaltungen mit mittelalterlichem Bezug – vermittelt den Eindruck einer lebendigen historischen Anlage und ist bei entsprechenden Veranstaltungen auch für die Öffentlichkeit zugänglich. 3 Obelisk Blauer Stein Der Obelisk Blauer Stein im Paulinenwäldchen wurde Ende des 18. Jahrhunderts zur Vermessung des Rheinlands errichtet. Er besteht aus Aachener Blaustein und entstand in der Zeit der französischen Besatzung des westlichen Rheinlands unter Napoleon Bonaparte. Das Paulinenwäldchen selbst trägt den Namen von Napoleons Schwester Pauline, die sich historischen Überlieferungen zufolge gerne in dem Areal aufhielt. Foto: ALRV Foto: Stadt Aachen 7 Schloss Rahe Die Ursprünge von Schloss Rahe reichen nach verschiedenen lokalhistorischen Erwähnungen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Im 18. Jahrhundert wurde die ehemalige Wasserburg zu einem repräsentativen, schlossartigen Landsitz umgestaltet und 1787 feierlich eingeweiht. Zum denkmalgeschützten Ensemble gehört auch eine historische Parkanlage. In unmittelbarer Nähe befindet Pferdelandpark erradeln Fotos: Stephanie Küpper Grafik: shutterstock.com/suyoto 58 | BAD AACHEN 06/26

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