BAD AACHEN 11/2026

6 | BAD AACHEN 11/26 VORWEIHNACHTSZEIT Der Aachener Weihnachtsmarkt öffnet seine Hütten. 120 Stände, liebgewonnene Traditionen und neue Akzente erwarten die Gäste. 2026 gibt es dafür sogar eine besondere europäische Auszeichnung. Von Sabine Rother Wenn Till Schüler, Geschäftsführender Vorstand des Märkte- und Aktionskreises City (MAC), an den Aachener Weihnachtsmarkt denkt, der am 20. November, 18 Uhr, mit Dompropst Rolf- Peter Cremer und Bürgermeister Dr. Ralf Otten sowie den beliebten Mutzbacher Alphornbläsern eröffnet wird und bis zum 23. Dezember ein großes Publikum mit traditionellen Genüssen zwischen Dom und Rathaus begeistert, lächelt er trotz der anstrengenden Planungsarbeit: „Meine Familie freut sich auf Reibekuchen, die man so zu Hause nicht hinbekommt, und auf eine Weihnachtskugel“, gesteht er. Denn jedes Jahr darf eine neue Kugel den heimischen Weihnachtsbaum schmücken – ein festes vorweihnachtliches Ritual. Dabei haben Schüler und sein Team alles im Blick: den verkaufsoffenen Sonntag am Nikolaustag (6. Dezember), bei dem ein MAC-Nikolaus die Kinder auf dem Markt mit Süßem beschert, oder Samstag, den 12. Dezember, an dem der Markt, normalerweise geöffnet von 11 bis 21 Uhr, eine Stunde länger für die Besucherschar da ist, die sich auf den späten Bummel, einen Treff am Glühweinstand und mehr freut – vielleicht sogar an Hütte 16 am Geldbrunnen, die man 2025 aufgrund eines Ratsbescheids an dieser gewohnten und beliebten Stelle in den vergangenen Jahren nicht aufbauen konnte. „Das geht jetzt wieder“, freut sich Till Schüler. Auf Nummer sicher gehen Es ist der 53. Weihnachtsmarkt in Aachen. Schüler hat davon inzwischen einige verantwortlich organisiert und kann sich noch gut an den traurigen Ausfall aufgrund der Corona-Pandemie 2021 erinnern. Das Konzept des Marktes, bei dem die Anfahrtswege von Rettungsdiensten, Feuerwehr, Polizei und Müllabfuhr eine wichtige Rolle spielen, die Lieferungen an die Bäckereien am Münsterplatz gesichert sind und die Mieter von umliegenden Garagen keine Probleme haben, sieht 120 Hütten mit anspruchsvollem Angebot vor. Sicherheitskräfte aus den Niederlanden und Belgien verstärken die deutschen Kollegen und sind für Gäste ansprechbar. Die Absperrungen an den Zugängen bleiben aktiviert. „Alles hat Stil, es gibt keine Rampenware“, blickt Schüler voraus. Dafür hält er bald eine wichtige Auszeichnung in Händen: Der Aachener Weihnachtsmarkt erhält den Excellent European Christmas Market Award (EECMA). Pro Jahr werden von der Vereinigung mit Sitz in Innsbruck nur zwölf herausragende Weihnachtsmärkte in Europa ausgezeichnet. Bedingung: Sie müssen sich durch Traditionspflege, Nachhaltigkeit und Qualität auszeichnen. „Das geschieht bei uns, darauf sind wir stolz“, versichert der Manager, der vermutlich auf der Rathaustreppe mit Blick auf den Dom die Urkunde für den MAC entgegennehmen kann. Zur Auszeichnung gehört ein Gütesiegel, das alles schmücken darf, was den Markt ausmacht. Aachen ist dabei in guter Gesellschaft mit Weihnachtsmärkten wie Basel, Lübeck, Rothenburg ob der Tauber und Trondheim. Till Schüler gehört seit einem Jahr zur Jury – natürlich nicht in Sachen Aachen. Mit dem Weihnachtsdorf im Elisengarten erhält man Nachbarn. „Bisher trafen sich die Anbieter am Büchel, da der Ort nicht mehr zur Verfügung steht, kommen sie nun hierher“, sagt er über das Dorf mit seinen regional geprägten Ständen. Rundum beste Stimmung: der Markt als Treffpunkt. Markt mit Klasse

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