11/26 BAD AACHEN | 5 75 JAHRE Foto: Christoph Hartmann Fotos: Philipp Mit Farbe Geschichte erhalten. ALLE MALERARBEITEN ∙ DENKMALPFLEGE ∙ RESTAURIERUNG FASSADEN ∙ GU-LEISTUNG FÜR DEN INNENAUSBAU Seit 1951 steht die Philipp GmbH in Aachen für Handwerk, Qualität und Erfahrung. www.philipp-maler.de Ritterstr. 21 ∙ 52072 Aachen-Laurensberg ∙ Telefon: 0241-84019 Werte bewahren! KRÜTTGEN Einrichtungen GmbH & Co. KG Von-Coels-Straße 90-96 | 52080 Aachen-Eilendorf Telefon 02 41.55 00 55 | E-Mail: info@kruettgen.de | www.kruettgen.de Öffnungszeiten: Mo-Fr 9.30-18.30 Uhr | Sa 9.30-16 Uhr ZU HAUSE WOHLFÜHLEN Erleben Sie erstklassigen Sitzkomfort auf höchstem Niveau WK 852 Esstisch 200 x 100 cm, Gestell Rundrohr Edelstahl 1.998,- € WK 701 Stuhl 398,- € WK 701 Armlehnstuhl 579,- € STADTHISTORIE worden war, fand im November 1901 die Eröffnung statt. Bedauerlich ist im Nachhinein, dass Suermondt aus finanziellen Gründen seine erste Sammlung an das heutige Bode-Museum in Berlin verkaufen musste. Dennoch: „Wir sind zwar nicht vergleichbar mit Köln oder Düsseldorf, aber unsere Sammlung verfügt über tolle Stücke“, sagt Michael Rief. Auch wenn die hier gezeigte Kunst heute nicht mehr den Stellenwert von damals hat, muss sie verantwortungsvoll bewahrt werden. Rief: „Ich sage bei jeder Führung, dass jedem Aachener Bürger oder jeder Bürgerin ein 264000stel Teil dieser Sammlung gehört, solange er oder sie in Aachen wohnt. Gern würde ich es den Menschen dieser Stadt bewusst machen, was wir hier tun und wie wir das Erbe für sie bewahren und erforschen.“ Dass Kunst zu jeder Zeit polarisiert oder als anstößig empfunden wird, kann man an einer Anekdote aus der Zeit nach der Eröffnung sehen. Ein Gemälde aus den Jahren um 1700 zeigt Josef und Potiphars Frau (Foto), die alles versucht, den treuen Sklaven ihres Gatten zu verführen. Ein beliebtes Motiv der damaligen Zeit, eröffnete das Thema doch die Möglichkeit, die Frau möglichst freizügig darzustellen. Offenbar war das Dekolleté der auf dem Bild gezeigten Dame einigen Aachenern zu offenherzig. Der Museumsdirektor ließ das Gemälde abhängen. Dies symbolisiert heute ein Vorhang neben dem Bild. Im Dezember 1945 wiedereröffnet Ende der 1920er-Jahre waren die Zeiten noch anders. Das Museum wurde bis zur Martin-Luther-Straße durch einen zweiten Erweiterungsbau vergrößert. Der einst so schöne Garten wurde völlig überbaut. Die Zäsur kam während des Zweiten Weltkrieges: Bis heute sind Teile der Sammlung verschwunden, 76 Kunstwerke tauchten 2008 im Kunstmuseum Simferopol auf der Krim auf. Bemühungen, Werke auszuleihen oder zurückzubekommen, sind nach der Annektierung der Krim durch Russland in weite Ferne gerückt. Immerhin hat die Villa Cassalette den Zweiten Weltkrieg weitgehend überstanden. Nach dem Krieg nutzten die Amerikaner das Gebäude als Kommandantur. Im Dezember 1945 konnte es nach der Restaurierung von Kriegsschäden wieder als Museum eröffnet werden. Den heutigen Namen Suermondt-Ludwig-Museum bekam das Haus 1977 anlässlich einer großzügigen Schenkung des Ehepaares Ludwig. Zum letzten Mal erweitert wurde das Prachtstück schließlich zwischen 1992 und 1994. Da das Gebäude auf dem Nachbargrundstück den Krieg nicht überstanden hatte, bot sich die Möglichkeit, links neben der Toreinfahrt ein neues Gebäude zu errichten. Der Neubau beherbergt auch einen Vortragssaal, eine Malschule, die Wechselausstellungshalle und das Museumscafé. Ein Blickfang ist die Edelstahlstele des Bildhauers Norbert Müller-Everling. Sie stützt die Fassade im zweiten Geschoss, die das Wahrzeichen des neuen Suermondt-Ludwig-Museums geworden ist, und bildet gleichzeitig die Mitte einer Doppelspirale, die in Straße und Fußweg eingelassen ist und zum Eingang führt. Während einer Renovierung vor sechs Jahren wurde unter anderem die Klimatechnik ertüchtigt, WLAN installiert und die Sammlung neu und zeitgemäß präsentiert. Der schon 1877 gegründete Museumsverein trägt bis heute zur Pflege und Unterstützung der Sammlung des Museums bei. Er wird im kommenden Jahr 150 Jahre alt. Das soll angemessen gefeiert werden. Bis dahin sollten die Bürgerinnen und Bürger einfach mal durch ihre Sammlung schlendern. Es gibt einiges zu entdecken. Foto: S. Mathieu
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